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Geothermie Rupertiwinkel GmbH
Marcel-Breuer-Straße 15
80807 München
E-Mail: hallo [at] georuperti.energy (hallo[at]georuperti[dot]energy)
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Das Geothermieprojekt im Südosten Bayerns hat eine lange Vorgeschichte. Bereits im Mai 2009 hatte sich der Projektentwickler Geoenergie Bayern das Aufsuchungsrecht für den Claim „Rupertiwinkel“ gesichert, den im Aufsuchungsgebiet liegenden Gemeinden Kirchanschöring und Laufen jedoch erst im Sommer 2011 eine Mitteilung darüber gemacht. Nach dem Antrag auf Grunderwerb im März 2012 geschah lange nichts mehr.
Im Juni 2014 gab die Geoenergie Bayern den Claim „Rupertiwinkel“ wieder an das Bergamt zurück. Statt ihrer wollte nun die Salzburg AG gemeinsam mit den Stadtwerken München und den Anliegergemeinden in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit das Tiefengeothermie-Projekt auf den Weg bringen. Die Planungen sahen Bohrungen bis in 5.000 Meter Tiefe vor, um das geothermische Reservoir zu erschließen. Während die Stadtwerke München großes Interesse an der Stromproduktion signalisiert hatten, konzentrierte sich die Salzburg AG auf die Wärmeversorgung für den Großraum Salzburg.
Im März 2015 unterzeichneten die Gemeinde Kirchanschöring und die Stadt Laufen die Verträge mit der Salzburg AG und gaben damit grünes Licht für die Realisierung eines Geothermieprojekts auf ihren Gemeindeflächen. Neben regenerativer Wärme freuten sich die beiden kommunalen Partner auch auf die Gewerbesteuer.
Im Februar 2016 verkündete die Salzburg AG bei einer Stadtratssitzung in Laufen überraschend ihren Rückzug aus dem Projekt. Als Grund gab sie die mangelnde Wirtschaftlichkeit aufgrund drastisch gefallener Gaspreise im Vorjahr an. Eine Projektentwicklung weiterzuverfolgen, die bis zu 100 Millionen Euro benötigen würde, sei nicht mehr darstellbar.
Fast drei Jahre lagen die Pläne brach, bis 2019 mit dem japanischen Unternehmen Marubeni ein neuer Partner präsentiert wurde. Der Konzern ist kein reiner Finanzinvestor, sondern baut und betreibt neben vielen anderen Geschäftsfeldern auch Kraftwerke. Drei Geothermie-Kraftwerke hat der Konzern bereits im Portfolio. Marubeni ist Gesellschafter der Geothermie Rupertiwinkel GmbH, ebenso die beiden Kommunen Kirchanschöring und Laufen. Auch die Salzburg AG ist weiterhin beteiligt.
Primär sollte die Anlage auf die geothermische Stromerzeugung abzielen, die Nutzung von geothermaler Wärme in allen Temperaturbereichen sollte aber gleichzeitig möglich sein. Neben der Fernwärmeversorgung für die Haushalte der Gemeinden Kirchanschöring und Laufen sollte auch Hochtemperaturwärme von 120 Grad Celsius für gewerbliche Anwendungen zur Verfügung stehen.
Im Juli 2021 wurde das Projekt gestoppt, weil die erste Bohrung nicht die Erwartungen erfüllte. Man sei zwar auf hohe Temperaturen gestoßen, aber auf viel zu wenig Wasser aufgrund zu geringer Gesteinsdurchlässigkeit. Der Bohrplatz soll vorerst erhalten bleiben. Man hofft für die Zukunft auf weitere Optionen, um eine geothermische Nutzung möglich zu machen.
Im Februar 2026 übernahm die ZeroGeo Energy GmbH die Geothermie Rupertiwinkel GmbH. Das Ziel ist nun die Errichtung eines „Green Energy Hubs“ mit Wärme- und Stromerzeugung aus Tiefengeothermie plus Batteriespeichersystem. Geplant ist ein Pilotprojekt der petrothermalen Tiefengeothermie zur Stromerzeugung mit einer Leistung zwischen 3 und 5 Megawatt. Gespeichert werden soll der so erzeugte Strom in einem Batteriesystem mit einem Speichervermögen von etwa 10 Megawatt, teilte ZeroGeo Energy mit. Darüber hinaus soll Wärme an die Gemeinde Kirchanschöring sowie Industriekunden verkauft werden.
Bestehen soll der „Green Energy Hub“ nach Unternehmensangaben aus einer zweifachen Erdwärme-Nutzung sowie einem Batterie-Energiespeichersystem. Geplant ist ein Pilotprojekt der petrothermalen Tiefengeothermie zur Stromerzeugung mit einer Leistung zwischen 3 und 5 Megawatt. Gespeichert werden soll der so erzeugte Strom in einem Batteriesystem mit einem Speichervermögen von etwa 10 Megawatt, teilte ZeroGeo Energy mit. Darüber hinaus soll Wärme an die Gemeinde Kirchanschöring sowie Industriekunden verkauft werden.
Dazu soll die bestehende Bohrung nach Unternehmensangaben umfunktioniert werden. Angestrebt wird die Nutzung eines Bohrlochwärmetauschers. Die auf diese Art gewonnene Wärme soll über eine rund 1000 Meter lange Leitung zur bestehenden Biomasseanlage Kirchanschöring transportiert werden, um von dort das örtliche Fernwärmenetz zu unterstützen. Die technischen Studien zu diesem Vorgehen seien aber noch nicht abgeschlossen.
Parallel dazu strebt ZeroGeo Energy weitere Bohrungen an, mit denen Strom erzeugt werden soll. Die technologischen Weiterentwicklungen der vergangenen Jahre sollen es ermöglichen, das Potenzial im Aufsuchungsfeld Rupertiwinkel zu nutzen. Das exakte Vorgehen werde nach Unternehmensangaben derzeit evaluiert.