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Stadtwerke Waren GmbH
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Das geothermale Potential dieser Region war schon seit den 1960er-Jahren bekannt, als bei der vergeblichen Suche nach Öl und Gas mehrere Erkundungsbohrungen vorgenommen wurden. Das Niederbringen der Tiefbohrungen für eine geothermische Nutzung erfolgte aber erst im Jahr 1981 (1.655 Meter und 1.200 Meter). Zur Fernwärmeversorgung des zweiten Bauabschnitts im neuen Wohngebiet Waren-Papenberg wurde die Geothermische Heizzentrale (GHZ) im Jahr 1984 in Betrieb genommen. 1986 erfolgte die Fertigstellung einer zweiten Bohrung bis in eine Tiefe von 1.580 Meter, die zur Reinjektion genutzt werden sollte.
Nach der politischen Wende wurde das Projekt im Juli 1991 von den Stadtwerken Waren weitergeführt. Mitte der 1990er-Jahre erfolgten umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der Anlage. Dabei wurde 1995 auch eine weitere Förderbohrung auf 1.565 Meter abgeteuft.
Das Tiefengrundwasser wird nach der Aufbereitung auch für den Badebetrieb in einem Thermalbad genutzt. Seit 2007 ist die Thermalsole Waren (Müritz) eine staatlich anerkannte Heilquelle.
Die Problematik bei dieser Anlage ist die hohe Mineralisation von circa 160 Gramm pro Liter. Vor allem der hohe Chloridgehalt dieses Grundwassers erfordert einen durchgängigen Korrossionsschutz. Hierfür wurde die Bohrungsverrohrung kunststoffbeschichtet, die Pumpensteigleitung und die erdverlegten Rohre aus Fiberglas gebaut und Rohre, Behälter und Membranventile wurden gummiert.
Die Anlage liefert durchschnittlich 500 Kilowatt Wärme in das Fernwärmenetz. An das Niedertemperaturheiznetz sind 1.715 Wohnungen und öffentliche Gebäude angeschlossen.
Eine der rund 40 Jahre alten Bohrungen wurde im Jahr 2025 für rund eine Million Euro aufwendig gewaret. Langfristig soll die Geothermie-Anlage in Waren (Müritz) um eine Großwärmepumpe ergänzt werden. Durch die Nutzung des mehr als 60 Grad Celsius warmen Thermalwassers kann ein höherer Wirkungsgrad erreicht werden als es bei einer Luft-Wärmepumpe der Fall ist.