Waren (Müritz)

Projektgebiet:
Das Geothermie-Kraftwerk in Waren-Müritz; Quelle: www.stadtwerke-waren.de
Status
in Betrieb
TH 1 in m (MD)
1.655
TH 2 in m (MD)
1.200
TH 3 in m (MD)
1.580
TH 4 in m (MD)
1.565
Nutzungsart
Hydrothermal, Dublette
Temperatur in °C
60
Förderrate in L/s
17
Mineralisation in mg/L
158.000
Zielnutzhorizont
Rätkeuper
Installierte thermische Leistung in MW
0,5

Kontakt

Stadtwerke Waren GmbH, Ernst-Alban-Straße 2, 17192 Waren (Müritz)

Quelle(n)

http://www.stadtwerke-waren.de/ http://www.ugii.net/umwelt/schriften/12-jk-waren.html

Nachrichten zum Projekt

Weitere Projekte der Region

In Waren an der Müritz befindet sich das erste deutsche Erdwärme-Kraftwerk im Megawatt-Leistungsbereich. Die Inbetriebnahme fand 1984 durch die damalige DDR-Regierung statt, als Versuch unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden.

Das geothermale Potential dieser Region war seit den 1960er Jahren bekannt, als bei der vergeblichen Suche nach Öl und Gas Erkundungsbohrungen vorgenommen wurden. Die Niederbringung der erforderlichen Tiefbohrungen für eine geothermische Nutzung erfolgte jedoch erst im Jahr 1981 (1.655 Meter und 1.200 Meter). Zur Fernwärmeversorgung des zweiten Bauabschnitts in dem neuen Wohngebiet Waren-Papenberg wurde die Geothermische Heizzentrale (GHZ) 1984 in Bertieb genommen. 1986 erflogte die Fertigstellung einer zweiten Bohrung bis in eine Tiefe von 1.580 Meter, die zur Re-Injektion genutzt werden sollte.

Nach der politischen Wende wurde das Projekt im Juli 1991 von den Stadtwerken Waren mit der Geothermischen Heizzentrale Waren-Papenberg weitergeführt. Mitte der 90er Jahre gab es umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in der Anlage. Im Zuge dessen wurde 1995 eine weitere Förderbohrung auf 1.565 Meter abgeteuft. Desweiteren wurde dann auch das Tiefengrundwasser nach Aufbereitung für den Badebetrieb in einem Thermalbad genutzt. Seit 2007 ist die Thermalsole Waren (Müritz) eine staatlich anerkannte Heilquelle.

Die Problematik bei dieser Anlage ist die hohe Mineralisation von circa 160 Gramm pro Liter. Vor allem der hohe Chloridgehalt dieses Grundwassers erfordert einen durchgängigen Korrossionsschutz. Hierfür wurde die  Bohrungsverrohrung kunststoffbeschichtet, die Pumpensteigleitung und die erdverlegten Rohre aus Fiberglas gebaut und Rohre, Behälter und Membranventile wurden gummiert.

Die Anlage liefert durchschnittlich 500 kW Wärme in das Fernwärmenetz. An das Niedertemperaturheiznetz sind 1.715 Wohnungen und öffentliche Gebäude angeschlossen.

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