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Stadtwerke Neuruppin GmbH
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In rund 1.700 Metern Tiefe wurde unter Neuruppin im Jahr 2007 eine Schicht mit warmem, salzhaltigem Thermalwasser erschlossen. Überlegungen und Aktivitäten, diese Gesteinsschicht für eine umweltfreundliche und klimaschonende Wärmeversorgung einzusetzen, gab es schon seit den 1980er-Jahren. Verwirklicht wurden die Möglichkeiten vom Betreiber eines Hotel- und Freizeitkomplexes.
Das warme Wasser übernimmt einen hohen Anteil an der Wärmeversorgung der Anlage, bei der es sich um Brandenburgs einzige staatlich anerkannte, zertifizierte Heilquelle handelt. Ein Teil der Fördermenge fließt auch in die Wärmeversorgung der Neuruppiner Bevölkerung. Im Fernwärmenetz der örtlichen Stadtwerke werden jedoch höhere Temperaturen benötigt, als die Bohrung liefert. Die fehlenden Grade werden mit Hilfe von Wärmepumpen erzeugt.
Die Förderrate des ersten Neuruppiner Geothermie-Projekts beträgt jedoch nur 4,2 Liter pro Sekunde, woraus sich eine thermische Leistung von 1,4 Megawatt ergibt. Das neue Geothermie-Projekt in Neuruppin soll ein Vielfaches davon leisten. Wie die Tests nach den erfolgreich abgeschlossenen Bohrungen zeigten, kann hier aus 1.700 Metern Tiefe rund 70 Grad Celsius heißes Wasser gefördert werden.
Neuruppin verfügt über ein dicht ausgebautes Fernwärmenetz, das nicht nur die Neubaugebiete, sondern auch die Altstadt versorgt. Bisher wird die Wärme aus Erdgas erzeugt. Ab Ende 2026 sollen 70 Prozent des Bedarfs durch die Tiefengeothermie in Kombination mit mehreren Großwärmepumpen abgedeckt werden. Rund 20.000 Menschen sollen dann von der Erdwärme profitieren.