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"GeoPower" schafft gläsernen Untergrund in der Region Süddänemark / Schleswig

8. Oktober 2012

INTERREG IV A Projekt für den Ausbau der Tiefengeothermie und Energiespeicherung gestartet. Wie das LLUR in einer Pressemeldung mitteilt, soll damit interessierten Unternehmen, Energieversorgern und Kommunen, Daten für Planungen von Projekten zur Verfügung gestellt werden.

Im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (LLUR) wurde im Ende September 2012 der Startschuss für das EU-Projekt GeoPower gefallen. Grenzüberschreitend sollen im Rahmen des Projektes die Potenziale des Untergrundes der Regionen Süddänemark und Schleswig für die Nutzung von Tiefengeothermie untersucht werden.

Bislang gehen Investoren von Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie große Risiken ein, weil ein Erfolg teurer Bohrungen nicht mit hinreichender Genauigkeit vorhergesagt werden kann. Auch liegen keine ausreichenden Informationen über die realistischen Potenziale des Untergrundes für die Energiespeicherung vor.

Für das Ziel einer hundertprozentigen Versorgung mit Erneuerbaren Energien ist sowohl die Geothermie als auch die Energiespeicherung von entscheidender Bedeutung. "Die Versorgung mit Wärme aus erneuerbarer Energie genauso wie die Speicherung überschüssiger Windenergie wird eine der Zukunftsfragen für Schleswig-Holstein sein. Hierzu wird das Projekt GeoPower einen wesentlichen Beitrag leisten können", so Sabine Rosenbaum, Leiterin des Geologischen Dienstes im LLUR. "In Schleswig-Holstein steckt die Nutzung der Tiefengeothermie noch in den Kinderschuhen, während in Dänemark bereits mehrere Anlagen realisiert wurden und schon jahrelang wirtschaftlich betrieben werden."

Das LLUR führt das Projekt als Leadpartner gemeinsam mit GEUS (dem Geologischen Dienst von Dänemark und Grönland), dem Institut für Geowissenschaften der Universität Aarhus und dem Institut für Geowissenschaften der Universität Kiel durch. Zunächst werden vorhandene Bohrungen und seismische Messungen in der Region in Bezug auf geothermische Nutzhorizonte und Salzstrukturen interpretiert. Im Herbst erfolgen dann geophysikalische Messungen (Reflexionsseismik, Gravimetrie) durch die Universität Kiel im Raum Flensburg. Alle diese Daten werden in ein 3D-Modell des Untergrundes einfließen, durch das für potenzielle Nutzer und für interessierte BürgerInnen der Untergrundaufbau und das geothermische Nutzungspotenzial abgeleitet werden können.

Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des INTERREG IV A Programms Syddanmark-Schleswig-K.E.R.N. und dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung mit 546.000 Euro gefördert. (js)

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