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GeoTHOUR: Tiefe Geothermie erleben

2. Oktober 2018

Bis 2040 will München seine komplette Fernwärmeversorgung aus regenerativen Energien decken. Ein wichtiger Baustein dafür ist die tiefe Geothermie. Nach der ersten erfolgreichen Bohrung am Heizkraftwerk Süd wird aktuell die zweite abgeteuft. Auf der GeoTHOUR am 18. Oktober 2018 können Interessierte die Erkundungsstelle unter fachkundiger Leitung besuchen. Wie die geothermische Wärmeversorgung im Praxisbetrieb funktioniert, zeigt seit elf Jahren die Geothermieanlage Unterföhring, welche die GeoTHOUR am Nachmittag besuchen wird.

Nach einer Bohrzeit von drei Monaten schlossen die Stadtwerke München (SWM) Ende Juli ihre erste Exploration in 2.700 Metern Tiefe erfolgreich ab: Der Fund von Thermalwasser mit über 100 Grad Celsius und einer Schüttung von 120 Litern pro Sekunde übertraf die Erwartungen. Zügig wurde die Bohranlage zum nächsten Ansatzpunkt umgesetzt. Dieser kann am 18. Oktober bei der GeoTHOUR besichtigt werden. Insgesamt sechs Bohrungen teuft die Firma Daldrup & Söhne für das mit 50 Megawatt thermischer Leistung größte Münchner Geothermiekraftwerk ab – eine Herausforderung in dem dicht besiedelten urbanen Gebiet. Ab 2020 wollen die SWM 80.000 Menschen mit erneuerbarer Wärme aus dem Heizkraftwerk Süd in Sendling versorgen. Dieses wird gleichzeitig die bislang größte Geothermieanlage in Deutschland sein. „Wir freuen uns sehr, den Besucherinnen und Besuchern des diesjährigen Praxisforums Geothermie.Bayern auf der GeoTHOUR einen spannenden Einblick in die Explorationstechnologie der Tiefengeothermie bieten zu können“, sagt Dr. Jochen Schneider, Geschäftsführer des Veranstalters Enerchange. „Ganz dem Credo der geothermischen Wärmeversorgung verbunden ist auch das zweite Highlight des Tages, die Geothermieanlage Unterföhring.“

Geothermieanlage Unterföhring

Seit elf Jahren versorgt die Geothermieanlage Unterföhring die Gemeinde mit regenerativer Fernwärme. Der Zuspruch der Unterföhringer war so groß, dass die Anlage deutlich vergrößert wurde. Seit 2016 fördert sie aus zwei Dubletten, d.h. jeweils zwei Tiefbohrungen, von denen eine (die Förderbohrung) das heiße Thermalwasser aus dem Untergrund an die Oberfläche bringt, während die andere (die Injektionsbohrung) es nach dem Wärmeentzug wieder in die Tiefe zurück führt. 290.000 Megawattstunden Wärme hat die geothermischen Anlage der Firma Geovol bis Ende 2017 bereits geliefert und dadurch im Vergleich zu einer herkömmlichen Wärmeversorgung aus fossilen Ressourcen 67.000 Tonnen klimaschädliches CO2 eingespart.

Das Nachmittagsprogramm der GeoTHOUR widmet sich den Besonderheiten der Anlage, ihrem Betrieb und der Erschließung der geothermischen Ressource.

Die GeoTHOUR startet um 9:00 Uhr am Hauptbahnhof München (Nordseite) und endet um 16:00 Uhr. Im Preis von 250 Euro inbegriffen ist die Verpflegung. Anmeldungen sind bis zum 10. Oktober 2018 auf www.praxisforum-geothermie.bayernmöglich. Weitere Informationen finden Sie ebenfalls unter der Webseite oder beim Veranstalter Enerchange.

Quelle: 

Pressemeldung Enerchange

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