22 Geothermie-Kraftwerke in Betrieb

02.07.2013 | Marktentwicklung | Diethard Weber
Geothermiebohrung in Bayern

Der GtV-Bundesverband Geothermie hat seine Projektliste zur tiefen Geothermie aktualisiert.

"Die Nutzung der Tiefen Geothermie in Deutschland schreitet weiter voran", freut sich der GtV-Bundesverband Geothermie in einer Pressemitteilung. Das gehe aus einer eigenen Übersicht zu Projekten der tiefen Geothermie in Deutschland hervor. Demnach würden seit 2012 drei Kraftwerke zusätzlichen Strom und Wärme liefern. Ein Kraftwerk sei erweitert worden. Damit sind nach Zählung des Verbands jetzt 22 Kraftwerke in Betrieb, 16 in Bau und 43 weitere in Planung.

Im vergangenen Jahr nahmen die Anlagen in Arnsberg (Nordrhein-Westfalen), Insheim (Rheinland-Pfalz) und Waldkraiburg (Bayern) den Betrieb auf. Die Kraftwerke in Arnsberg (Tiefensonde) und Waldkraiburg (Hydrogeothermie) produzieren Wärme. In Insheim wird 165 Grad heißes Thermalwasser zur Stromerzeugung genutzt. Durch die neuen Kraftwerke steige die installierte Wärmeleistung um 13,85 Megawatt, die elektrische Leistung um 4,8 Megwatt, rechnet der Verband vor. Zudem sei die Wärmelieferung durch das Geothermiekraftwerk Pullach ausgebaut worden. Damit würden Geothermie-Kraftwerke derzeit 222,86 Megawatt thermische und 12,51 Megawatt elektrische Leistung zur Verfügung stellen.