Bad Bellingen bohrt nach heißem Thermalwasser

11.04.2017 | Reservoirerschließung | Jochen Schneider
Informationsportal Tiefe Geothermie

Die Kurgemeinde Bad Bellingen im südlichen Oberrheingraben lässt nach heißem Thermalwasser für die Versorgung der Thermen bohren. Ziel ist es, 70 Grad Celsius heißes Grundwasser in 1.200 Meter Tiefe zu erschließen.

Wie die Daldrup & Söhne AG in einer Pressemeldung mitteilte, haben sie den Auftrag der Kurgemeinde für die Bohrung erhalten. Die Projektkosten sollen sich auf 3,8 Millionen Euro belaufen.

Auf Grund seiner Dehnungsstruktur bietet der Oberrheingraben hervorragende Bedingungen für eine geothermische Nutzung, bedingt durch den hohen Wärmefluss und geothermischen Gradienten. In Bad Bellingen ist nach dieser Annahme ein Gradient von annäherend 60 Grad Celsius pro Kilometer zu erwarten. Extrapoliert man diese Annahme, bedeutet dies, dass ab einer Tiefe von 2.000 bis 2.500 Meter im Oberrheingraben mit den zu erwartenden Temperaturen eiine geothermische Stromerzeugung möglich wäre. Eine Wärmeversrogung ist mit diesen Temperaturen noch einfacher zu realisieren.

Quelle:

Daldrup & Söhne AG