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Intensivkurs: Fluid-Gesteins-Wechselwirkungen in Karbonaten

1. Februar 2018

Der Lehrstuhl für Hydrogeologie an der TUM und Enerchange haben mit Unterstützung der Geothermie-Allianz Bayern, Prof. Dr. Hans G. Machel am 21. Februar 2018  für einen eintägigen Praxisforum-Intensivkurs "Fluid-Gesteins-Wechselwirkungen" nach München eingeladen. Anmeldungen zu der Veranstaltung sind ab jetzt möglich.

Dieser Intensivkurs richtet sich an Geologen und Ingenieure, die mit jeglicher Art von Karbonatgesteinen arbeiten. Das Ziel ist, die Porositäts- und Per-meabilitätsentwicklung von Karbonaten zu verstehen, welche entweder durch regionalen Porenwasserfluss oder durch geochemische Reaktionen in weitgehend stagnierenden Porenwässern ausgelöst oder kontrolliert werden. Fünf Gruppen von diagenetischen (0 bis 200 Grad Celsius) Prozessen werden behandelt: Marine und Versenkungsdiagenese von Kalkgesteinen, Dolomitisierung, Verkarstung, Sulfatreduktion, und  'Squeegee' Porenwasserfluss. All diese Prozesse beeinflussen die Eigenschaften von Karbonatgesteinen als Speicher für heißes Tiefengrundwasser, verschiedene Kohlenwasserstoffe und  diverse Metallvererzungen (vor allem MVT-Lagerstätten). Das Verständnis dieser Prozesse in Karbonaten ist grundlegend für den Erfolg eines geothermischen Vorhabens.

Der Kurs wird diese Prozesse konzeptionell diskutieren und auch Anwendungen an ausgewählten Fallstudien zeigen, und zwar in Kanada, den U.S.A., Barbados, Deutschland, Ungarn, Spanien, und anderen Lokationen.

Prof. Dr. Hans G. Machel war über 30 Jahre Professor an der University of Alberta, Kanada. Seine Forschungsschwerpunkte waren in enger Zusammenarbeit mit der Erdöl- und Erdgasindustrie vor allem das Alberta Basin in Kanada mit allen Typen von Kohlenwasserstoff-Reservoiren. Hier konzentrierte er sich auf die Diagenese karbonatischer Gesteine verbunden mit Prozessen die zu großen, meist unvorhersehbaren Veränderungen der Porosität, Permeabilität, Dolomitisierung und Karstifizierung, sowie der hydrochemischen Zusammensetzung von Fluiden und deren Bewegung in unterschiedlich tiefen Karbonataquiferen. Neben dem Alberta Basin war Machel aber auch in den USA, Barbados, Bahamas, Spanien, Italien, Ungarn und Deutschland tätig und beschäftigete sich mit devonischen bis pleistozänen Karbonaten. Seine konzeptionellen  Publikationen und Berichte umfassen die Versenkungsdiagenese, Dolomitisierung, bakterielle und thermochemische Sulfatreduktion, sowie Kathodolumineszenz in Karbonaten.

Veranstaltungsdatum: 21. Februar 2018

Dauer: 9.00 –  17.00 Uhr

Veranstaltungsort: TU München, Lehrstuhl für Hydrogeologie, Luisenstr. 21, 80333 München

Kosten: 250 EUR (inkl. MwSt.) / Studenten erhalten eine Ermäßigung von 50 Prozent

zur Anmeldung

  (js)

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