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Luxemburg investiert in Tiefengeothermie

26. März 2019

In Düdelingen soll die erste Geothermieanlage Luxemburgs entstehen. In einer Tiefe von 2.200 Meter wird heißes Wasser mit Temepraturen von 70 bius 80 Grad Celsius vermutet.

Innerhalb der nächsten zehn bis fünfzehn Jahren entsteht in Düdelingen das Neubauviertel „Neischmelz“ mit über 1.000 Wohnungen. Die Energieversorgung soll CO2-neutral sein und mit erneuerbaren Energien sicher gestellt werden.

„Für das Projekt Neischmelz könnten Solaranlagen zusammen mit Geothermie genutzt werden”, so wird Düdelingens Bürgermeister Dan Biancalana (LSAP) auf tageblatt.lu zitiert.

Geothermisches Potential

Geologische Untersuchungen haben gezeigt, dass in der Region geothermisches Potential vorliegt. Deshalb werden in dem Gebiet des zukünftigen Stadtviertels seit Mitte März Probebohrungen durchgeführt, die bei der genaueren Bestimmung des Nutzungspotenzials der Geothermie helfen sollen.

Außer der Nutzung oberflächennaher Erdwärme ist eine 2.200 Meter tiefe Bohrung geplant. Nach bisherigen Untersuchungen wird in 1.000 Metern Tiefe heißes Wasser mit Temperaturen von 50 Grad Celsius erwartet, in 2.000 Metern Tiefe sind es 70 bis 80 Grad Celsius. Mit dieser Energie könnte ein urbanes und kollektives Wärmenetz gespeist werden.

Die Erschließung der nahegelegenen Industriebrache Esch-Schifflingen ist mithilfe der so gewonnenen Energie ebenso im Fokus.

Mögliche Zukunftsperspektive

Langfristiges Ziel ist der regionale Ausbau der Nutzung von Erdwärme. Läuft alles wie vom Energieministerium und den verantwortlichen Geologen erhofft, werden in zwei bis drei Jahren auch tiefere Bohrungen erwartet. Mit dem Vorhaben begeben sich die Verantwortlichen auf neues Terrain. Würde es umgesetzt, wäre es das erste tiefengeothermische Projekt in Luxemburg.

Damit würde das Land einen weiteren Schritt in Richtung CO2-neutraler Energieversorgung machen und der eigenen Zielsetzung „möglichst aller Räder in Bewegung zu setzten um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erfüllen“ näher kommen (ez)

Quelle: 

tagblatt.lu

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