Vielversprechende Ergebnisse durch neue Bohrung in der Geothermieanlage Nesjavellir, Island

08.06.2021 | Internationale Projekte | Nick Hofmann

Das isländische Energieversorgungsunternehmen ON Power konnte durch eine neue Bohrung in ihrem Geothermiekraftwerk Nesjavellir vielversprechende Erkenntnisse gewinnen und eine sehr hohe Temperatur von 360°C feststellen.

Quick Facts:

  • Geothermieanlage Nesjavellir in der Nähe von Reykjavik, Island
  • 2.400 Meter Tiefe Bohrung, Temperatur von 360°C
  • Erste Tests zeigen normalen Säuregehalt und höheren Anteil des Dampfes

Der isländische Energieversorger ON Power berichtet, dass im Geothermiekraftwerk Nesjavellir, das eine Leistung von 120MWel  aufweisen kann, durch eine neue Bohrung vielversprechende Ergebnisse gesammelt werden konnten.

Die 2.400 Meter tiefe Bohrung wurde im letzten Sommer östlich des Gebiets Nesjavellir von Iceland Drilling durchgeführt und besitzt die Bezeichnung NJ-32. Ende Mai konnte ON Power mit ihren Tests im Bohrloch NJ-32 starten. Die geplanten Untersuchungen werden noch mehrere Wochen andauern, jedoch konnte man bereits jetzt schon vielversprechende Ergebnisse feststellen.

In der aktuellen Bohrung stieß man auf Temperaturen von bis zu 360°C. Neben der neuen Bohrung gab es bereits im Jahr 1984 eine erste Bohrung (NJ-11), bei der man sehr hohe Temperaturen von bis zu 380°C feststellen konnte.

Das Unternehmen äußert Bedenken über die Eigenschaften von geothermischen Flüssigkeiten, die aus solchen heißen Bohrungen stammen. Theoretisch kann diese hohe Temperatur die Effizienz steigern, jedoch besteht ein größeres Risiko, dass die eingesetzten Maschinen zur Energiegewinnung korrodieren können.

Neben den heißen Temperaturen konnte man durch die ersten Tests feststellen, dass der Säuregehalt normal ist und der Anteil des Dampfes, der aus der Bohrung kommt, höher ist.

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