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10. Internationale Geothermiekonferenz gibt Antworten auf Fragen zum Wie weiter und Wohin in der tiefen Geothermie

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3 | 2014

Das Programm der 10. Internationalen Geothermiekonferenz steht: Einmal mehr bietet die Veranstaltung, die vom 14. bis 16. Mai im Konzerthaus Freiburg stattfindet, eine einzigartige Themenvielfalt, die alle wesentlichen aktuellen Fragen in der Niederenthalpie-Geothermie behandelt.

Ein attraktives Rahmenprogramms ermöglicht den Teilnehmern zudem mit anderen Akteuren ungezwungen ins Gespräch zu kommen. Als Goldsponsor für die diesjährige Konferenz konnte die EnBW Baden-Württemberg gewonnen werden.

Praxisrelevante Informationen am ersten Konferenztag bietet zum Beispiel der Short Course „Herausforderung Thermalwasserkreislauf bei geothermischen Anlagen“. Erfahrene Fachleute wie Dr. Chrsitain Hecht von SWM Services, Prof. Dr. Volkmar Neubert vom Institut für Materialprüfung und Werkstofftechnik oder Thomas Hettkamp von Bestec diskutieren hier die Themen Filter & Strömungssteuerung, Korrosion & Materialbeschaffenheit sowie Druckhaltung & Ablagerungen. Neu ist diesem Jahr: Parallel bietet ein von Prof. Dr. Hans Machel von der University of Alberta geleiteter geologischer Kurs die Möglichkeit, sich intensiv mit den Fließwegen in Karbonat-Reservoiren auseinanderzusetzen und dabei unter anderem auch ein besseres Verständnis des eigenen Reservoirs zu erhalten.

Der Nachmittag wartet mit drei verschiedenen Angeboten auf: Zum einen liefert der Workshop zu internationalen Projekten einen interessanten Überblick über Projekte in Afrika, USA und der Türkei. Unter anderem wird Julio Garcia von Calpine über die Entwicklungen im Projekt Geysers berichten. In einem weiteren Workshop geht es um die Chancen und Herausforderungen der Direktvermarktung von Strom – unter anderem mit Sebastian Bothor vom Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, der die Rahmenbedingungen für die Direktvermarktung erläutern wird. Nicht zuletzt bietet der erste Tag einen PR-Workshop, der auch anhand von praktischen Übungen zu vermitteln versucht, wie eine strategisch aufgebaute Planung von PR-Maßnahmen in der Praxis aussehen kann.

 

Kongresstag mit den topaktuellen Themen der tiefen Geothermie

Mit dem Kongresstag der IGC 2014 findet die Konferenz am 15. Mai ihren Höhepunkt. Der Tag wird durch Keynotes von Cornelia Viertl vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie von Christoph Brunner von der EnBW Energie-Baden-Württemberg eröffnet. Während Cornelia Viertel über die Bedeutung der EEG-Novellierung für die tiefe Geothermie berichtet, wird Christof Brunner einen Ausblick wagen und darstellen, mit welchen Herausforderungen die tiefe Geothermie im zukünftigen Energiemarkt konfrontiert sein wird.

Die ersten beiden Diskussionsforen des Kongresstags beschäftigen sich zum einen damit, wie die aktuellen politischen Entwicklungen auf Bundesbebene (EEG) und auf europäischer Ebene (EU-Beihilfeverfahren) die Realisierung von Geothermieprojekten beeinflussen werden. Der Fokus des anderen Forums ist das Upscaling von Geothermieanlagen. Die Referenten dort sind unter anderem Dr. Jörg Reichert vom Unternehmen Deutsche Rohstoff und Dr. Christian Pletl von SWM Services.

 

Geothermische Wärme und Absicherung des Fündigkeitsrisikos im Fokus

Wie im vergangenen Jahr wird es während des Mittagessens einen „Speakers Corner“ geben, der insbesondere jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit geben soll, ihre Forschungsergebnisse in kompakter Form zu präsentieren und dabei Kontakte in die Industrie zu knüpfen.

Der Nachmittag wird mit zwei Keynotes zu den Entwicklungen der tiefen Geothermie in Frankreich und in der Schweiz eröffnet, gefolgt von zwei weiteren parallel laufenden Foren – eines zur erfolgreichen Nutzung geothermischer Wärme, das andere zur Absicherung des Fündigkeitsrisikos. Die Möglichkeiten der Wärmenutzung werden mit einem Panel bestehend aus Dr. Ralph Baasch von der Gemeinde Pullach, Karl-Heinz Schädle von Gruneko und Alexander Richter von thinkgeoenergy sowie Bernd Frieg von schweizerischen Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (NAGRA) diskutiert. Im Forum zum Thema der Risikoabsicherung wird unter anderem vorgestellt, wie Fündigkeitsrisiken in der Schweiz und in Frankreich abgesichert werden. Hierzu werden Jörg Uhde von der Schweizerischen Vereinigung für Geothermie und Christian Oeser vom französischen Umwelt- und Energieministerium sprechen.

 

Austausch mit den französischen Marktakteuren beim 3. Trionationalen Oberrhein-Forum

Angesichts der zahlreichen Geothermie-Aktivitäten in Frankreich ist das Oberrhein-Forum, das dieses Mal am dritten Tag der Konferenz stattfindet, eine gute Gelegenheit, sich auf den neuesten Stand der Entwicklungen zu bringen und mit den französischen Marktakteuren auszutauschen. Veranstaltet wird das Forum in diesem Jahr von TRION, dem trinationalen Energienetzwerk am Oberrhein in Kooperation mit Enerchange.

Für den Vormittag sind Vorträge zu Erfahrungen mit dem Betrieb von Geothermieanlagen und zu den Perspektiven für den Oberrheingraben vorgesehen. Hier sprechen unter anderem Curd Bems von Geysir Green Energy und Dr. Peter Meier von Geoenergie Suisse. Angefragt sind Bruno Fyot von Électricité de Strasbourg und Jacques Bigot, Bürgermeister der Gemeinde Maire d'Illkirch-Graffenstaden. Für den Nachmittag steht eine gemeinsame Exkursion zur Anlage in Riehen auf dem Programm. Die Teilnahme an dem simultan deutsch-französisch übersetzten Forum ist kostenfrei, eine Anmeldung allerdings erforderlich.

Parallel zum Oberrhein-Forum bietet die IGC 2014 am Freitag eine Exkursion zu den Geothermie-Kraftwerken in Insheim und Landau an. Während man sich in Landau unter anderem zum Stand der geplanten dritten Bohrung und die weitere Entwicklung des Kraftwerks unter dem neuen Haupteigentümer informieren kann, wird in Insheim insbesondere über die Erfahrungen mit dem Kraftwerk rund anderthalb Jahre nach Inbetriebnahme diskutiert werden.

Das aktuelle Programm der Konferenz und die Möglichkeit, sich online anzumelden finden sich unter www.geothermiekonferenz.de. Bei Anmeldung bis inklusive 16. März wird zehn Prozent Frühbucherrabatt gewährt, Vertreter von Kommunen und Studenten erhalten bei den meisten Veranstaltungen der Konferenz einen 50-prozentigen Rabatt auf die Teilnehmergebühren.

(mb)
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