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11. Internationale Geothermiekonferenz bietet umfassenden Einblick in neue Märkte und technische Entwicklungen

Thema im Fokus: 
1 | 2015

Das Programm der 11. Internationalen Geothermiekonferenz steht: Einmal mehr bietet die Veranstaltung, die dieses Mal vom 4. bis 5. März im Vorfeld der Messe Geotherm in Offenburg stattfindet, eine große Vielfalt, die alle wesentlichen aktuellen Fragen der tiefen Geothermie thematisiert.

Das Teilnehmer- und Referentenspektrum ist international: Neben Gästen aus den Nachbarländern Frankreich, Italien, Niederlande und der Schweiz haben sich auch Besucher aus der Türkei und Ukraine, aus Tschechien, Japan oder Marokko angekündigt. Insgesamt sind bereits knapp 150 Teilnehmer registriert. Wie im vergangenen Jahr ist die EnBW Baden-Württemberg Gold-Sponsor der Veranstaltung.

Der Kongresstag am 4. März wird durch Keynotes von Adonai Herrera-Martínez von der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) sowie Jens Wirth von der KfW Bankengruppe eröffnet. Während Adonai Herrera-Martínez insbesondere über die geplante EBRD-Finanzierung eines 123-Megawatt-Geothermieprojekts der türkischen Firma Gurmat Electric Generation in Germencik berichten wird, stellt Jens Wirth in seinem Vortrag die 760 Millionen Euro schwere Klimainitiative zur Förderung von Geothermie für Lateinamerika vor.

 

Exploration und Hochleistungspumpen im Fokus der ersten beiden Foren

Die ersten beiden Diskussionsforen des Kongresstags beschäftigen sich zum einen mit der Risikominimierung bei der Exploration und zum anderen mit Technik und Entwicklung der Hochleistungspumpen in der tiefen Geothermie. In Forum I wird Umut Destegul Solaroglu von Transmark Services unter anderem darauf eingehen, welche Herausforderungen es bei der Aufsuchung geothermischer Wärme es in der Türkei gibt, Dr. Eva Schill vom KIT spricht über alternative Explorationsmethoden im Kristallin. Nicht zuletzt wird über Erfahrungen mit der Anwendung der Magnetotellurik berichtet. Im Pumpen-Forum werden Vertreter verschiedener Hersteller sowie Beratungsunternehmen Kurzpräsentationen halten und damit die Grundlage für eine ausführliche Diskussion zu den Erfahrungen und dem Stand der Pumpentechnologie auf dem Podium schaffen.

Wie in den vergangenen Jahren wird es während des Mittagessens den „Speakers Corner“ geben, der insbesondere jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit geben soll, die Ergebnisse ihrer industrienahen Forschung in kompakter Form zu präsentieren. Zu Gast werden Christine Heimlich von der EOST Université de Strasbourg, Friedrich Maier von der Universität Göttingen und Florian Wellmann von der EnBW Energie Baden-Württemberg sein.

 

Kostenkontrolle bei geothermischen Bohrungen und die Rolle der Geothermie in Smart Cities

Nach der Mittagspause werden zwei weitere, parallel laufende Foren stattfinden – im Forum III werden dabei die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten geothermischer Wärme in Großstädten und der Industrie dargestellt. In Forum IV geht es um das wichtige Thema der Bohrkosten und die Möglichkeiten, sie bei geothermischen Bohrungen besser zu kontrollieren.

Hintergrund für die Vorträge in Forum III ist, dass der tiefen Geothermie in Großstädten auf ihrem Weg zur Smart City eine wichtige Rolle zukommen kann. Die Erfahrungen in Paris oder die Ausbaupläne in München zeigen dabei, was heute schon möglich ist. Darüber hinaus beschäftigt sich auch Genf mit der Nutzung der Geothermie und selbst in der Industrie findet sie im Rahmen des Projektes ECOGI eine interessante Anwendung. Moderiert wird das Forum von Professor Dr. Ladislaus Rybach. Im Forum zu den Kosten bei geothermischen Bohrungen kommen unter anderem Daniel Mölk von Steag mit Einblicken in Kostenstruktur und Potentiale für Optimierungen zu Wort sowie Anıl Aykaş von Transmark, der darlegt, warum es von Vorteil ist, wenn Projektentwickler ein eigenes Bohrgerät besitzen.

 

Highlight am Ende des Kongresstages: Der aktuell interessanteste Geothermiemarkt in Europa

Der Kongresstag endet mit einem Highlight, dem Forum zur Entwicklung der Geothermie in der Türkei, dem momentan interessantesten Geothermiemarkt neben Südostasien. Erfahrene Experten mit mannigfaltiger Erfahrung in der Umsetzung geothermischer Projekte geben hier einen Überblick über die Entwicklungen. So sprechen Professor Dr. Okan Tüysuz von der İstanbul Teknik Üniversitesi, Onur Serin von Atlas Copco, Tevfik Kaya von Schlumberger sowie Professor Dr. Füsun Servin Tut Haklıdır von İstanbul Bilgi Üniversitesi. Die Referenten werden dabei nicht nur einen Marktüberblick geben und einen Erfahrungsbericht zum Betrieb einer türkischen Geothermieanlage bieten, sondern auch detailliert auf die geologischen und technischen Aspekte der Projektentwicklung in der Türkei eingehen.

Am Abend des Kongresstags werden die Branchenakteure ab 20 Uhr zur IGC Lounge in ein Lokal in der Offenburger Innenstadt eingeladen. Hier bieten sich ideale Möglichkeiten für einen informellen Austausch über die neuesten Trends und Projekte der Geothermiebranche. Dank der zeitlichen Verknüpfung zwischen IGC und Geotherm ist zu erwarten, dass neben den Konferenz und Bier die internationalen Entwicklungen zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen. Für IGC-Teilnehmer ist der Eintritt frei. Alle anderen können diesen Event auch separat über die IGC-Webseite buchen.

 

Austausch mit den französischen Marktakteuren beim 4. Trionationalen Oberrhein-Forum

Angesichts der zahlreichen Geothermie-Aktivitäten in Frankreich ist das 4. Trinationale Oberrhein-Forum am 5. März eine hervorragende Gelegenheit, sich auf den neuesten Stand der Entwicklungen zu bringen und mit den französischen Marktakteuren auszutauschen. Veranstaltet wird das Forum von TRION-climate, dem trinationalen Energienetzwerk am Oberrhein in Kooperation mit Enerchange.

Bei dieser Veranstaltung stehen die Ursachen und Konsequenten von Akzeptenzproblemen sowie technische Aspekte bei deren Lösung im Vordergrund. Als Redner zugesagt haben hier Toni Vetrano, der Oberbürgermeister Stadt Kehl , Bernard Kempf von der ÉS Groupe und Pierre Mammosser , der Bürgermeister von Soultz-sous-Forêts. Den zweiten Teil bestreiten Professor Thomas Kohl vom KIT, Lena Eggeling von der EnBW Baden-Württemberg, Christian Boissavy vom französischen Geothermie-Verband AFPG sowie Achim Fischer-Erdsiek von ProRisk. Für den Nachmittag steht eine gemeinsame Exkursion zum Geothermieprojekt in Rittershofen auf dem Programm. Die Teilnahme an dem simultan deutsch-französisch übersetzten Forum und an der Exkursion ist kostenfrei, eine Anmeldung allerdings erforderlich.

Parallel zum Oberrhein-Forum bietet die IGC 2014 am Freitag eine Exkursion zum Geothermiekraftwerk in Bruchsal an.

Das aktuelle Programm der Konferenz und die Möglichkeit, sich online anzumelden finden sich unter www.geothermiekonferenz.de. Vertreter von Kommunen und Studenten erhalten einen 50-prozentigen Rabatt auf die Teilnehmergebühren.

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