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Den Einstieg für neue Kooperationspartner erleichtern

Die meisten geothermisch attraktiven Felder im bayerischen Molassebecken und Oberrheingraben sind vergeben. Dies ist jedoch kein Grund zur Resignation, denn der Markt ist in Bewegung. Einige der Bergrechtsinhaber bzw. beteiligte Firmen suchen neue Partner, die sich an den geplanten Projekten finanziell beteiligen oder sie auch komplett übernehmen. Für die Vorbereitung einer Entscheidungsgrundlage bezüglich einer Zusammenarbeit ist üblicherweise eine Projektpräsentation sinnvoll, die die gemeinsame Basis schafft und die wesentlichen Eckdaten wie beispielsweise eine Wirtschaftlichkeitsberechnung beinhalten sollte. Grundlage hierfür ist die Einschätzung der geologischen Gegebenheiten, der zu erwartenden Kraftwerksleistung und der prognostizierten Kosten und Erträge. So erhält man schon auf den ersten Blick einen Eindruck, wie realistisch die Annahmen und die damit verbundenen Erfolgsaussichten des Projekts sind.

Grundsätzlich lässt sich die Entwicklung und Realisierung von Geothermieprojekten in drei Haupstadien einteilen: erstens die Voruntersuchungen, zweitens die Niederbringung der Bohrungen und zuletzt die Nutzung der geförderten Energie mit Hilfe eines Geothermiekraftwerks oder einer Heizzentrale. Diese Projektphasen weisen unterschiedliche Risiken und unterschiedlichen Kapitalbedarf auf. Während der Kapitalbedarf im ersten Stadium relativ gering ist, steigt er im zweiten Stadium auf Grund der hohen Bohrkosten signifikant an. Sind diese beiden Stadien abgeschlossen, so steigt im dritten Stadium der kumulierte Kapitalbedarf weiter an, während das Risiko abnimmt. Eine Darstellung eines geplanten Projektes bildet diese Stadien detailliert ab und enthält auch einen realistischen Zeitplan mit Ausstiegsszenarien. So sollte man bis zur Verwirklichung eines Geothermieprojektes nicht weniger als zweieinhalb bis drei Jahren kalkulieren.

Bei der Kostenkalkulation ist insbesondere darauf zu achten, dass nicht am falschen Ende gespart wird. Preis intensiv sind die Bohrungen und der Kraftwerksbau. Die Kosten für Voruntersuchungen und projektbegleitendes Monitoring, wie beispielsweise eine 3D-Seismik oder umfassende hydrochemische Untersuchungen zum besseren Reservoirverständnis fallen im Vergleich dazu nicht ins Gewicht. Vielmehr kann ein eingeschränktes (Vor-) Untersuchungsprogramm zu einer signifikanten Steigerung der Bohrkosten und zu Verzögerungen bei der Projektrealisierung führen. Neben der Anzahl der geplanten Bohrungen, die Art der Ausführung, deren Tiefe und die Entfernung zwischen den Bohrungen sind in einem Projektdarstellung vor allem realistische Aussagen über die Schüttung und die Temperatur wichtig. Denn mit der Schüttung und der zu erwartenden Wassertemperatur hängen die thermischen und elektrischen Leistungen und somit auch die vorläufige Leistungsauslegung des Kraftwerks zusammen – also die wesentlichen Eckdaten zur Kalkulation der erwarteten Erlöse aus dem Verkauf von Wärme oder Strom. Hier ist auf realistische Angaben zu achten. Wenn Einnahmen aus dem Wärmeverkauf einkalkuliert sind, ist die Angabe der geplanten Länge des Fernwärmenetzes eine wichtige Kenngröße. Idealerweise liegen auch bereits Vorverträge oder feste Zusagen für die Wärmeabnahme vor.

Die Komplexität der tiefen Geothermie lässt keine generalisierenden Aussagen zu, vielmehr sind die Gegebenheiten von Projekt zu Projekt verschieden und werden durch die Geologie und den Eigenschaften des Thermalwassers kontrolliert. Für die sinnvolle Beurteilung eines Projektes empfiehlt es sich daher Drittmeinungen einzuholen.

Einen fundierten Überblick über die wichtigsten Fragen und Herausforderungen einer Projektentwicklung bietet der Short Course „Erfolgreiche Projektentwicklung in der Geothermie“, der am 27. April 2009 im Rahmen der 5. Internationalen Geothermiekonferenz in Freiburg angeboten wird. Detaillierte Informationen und ausreichend Gelegenheit zur Diskussion wird es dann in den einzelnen Foren der Hauptkonferenz am 28. April 2009 geben. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.geothermiekonferenz.de

(ag)

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