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InnovaRig in Dürrnhaar schon bei über 3.700 Meter Tiefe

22. Februar 2008

Das neue Forschungsbohrgerät InnovaRig hat bei seinem ersten Bohrungeinsatz in Dürrnhaar bereits die 3.700 Meter-Marke überschritten. Nach Erreichen der Zielteufe bei 4.441 Meter ist eine zweite Bohrung mit ebenfalls rund 4400 Metern Teufe geplant.

Die erste Bohrung beim Geothermieprojekt der Süddeutschen Geothermie-Projekte Gesellschaft (SGG) in Dürrnhaar ist sogleich der Härtetest der InnovaRig im operativen Betrieb. Gleichzeitig ist es auch das erste der von Herrenknecht Vertical neu entwickelten Bohrgeräte, das zum Einsatz kommt. Mittlerweile hat eine zweite Anlage, betrieben durch Hekla, in Mauerstetten im Auftrag von Exorka auch schon 1.000 Meter Tiefe erreicht.

Das InnovaRig ist in enger Zusammenarbeit zwischen Forschern vom Geoforschungszentrum (GFZ) Potsdam und der Firma Herrenknecht Vertical entwickelt worden und kann bis in Bohrtiefen bis zu 5000 Metern vordringen. Die Anlage wird aus den Investitionsmitteln des Forschungsbereichs Erde und Umwelt der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren finanziert, hinzu kommen Eigenanteile des GeoForschungsZentrums Potsdam sowie Industriebeteiligungen. Das Gesamt-Investitionsvolumen für das InnovaRig, eine der modernsten Bohranlagen weltweit, liegt bei 18 Mio. Euro. „Damit haben wir erstmalig ein maßgeschneidertes Großgerät, mit dem wir sowohl Grundlagenfragen der Erdforschung untersuchen, als auch Anwendungen wie die Geothermie voran treiben können", sagt Professor Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Die innovative Konzeption der Anlage basiert auf den langjährigen Erfahrungen des GFZ Potsdam im wissenschaftlichen Bohren.

Im InnovaRig sind zahlreiche technische Neuerungen mit speziellen Anforderungen der Forschung kombiniert. Die Erhöhung der Leistung, der Arbeitssicherheit sowie die Minimierung der Belastung der Umwelt durch Abgase und Schall sind die markantesten Neuerungen. Ebenso wurden die speziellen Anforderungen der Forschung im InnovaRig-Konzept optimal umgesetzt. So ist es möglich, unterschiedliche Bohrverfahren ohne nennenswerten zusätzlichen technischen Aufwand einzusetzen und insbesondere schnell und kostengünstig Bohrkernarbeiten durchzuführen. Die entsprechenden Vorrichtungen und Instrumente sind in die Anlage integriert. Eingebaut sind ebenso Einrichtungen für die schnelle Durchführung von Bohrlochmessungen, kontinuierliche Datenerfassung und -speicherung sowie für die Analyse der Bohrspülung.

Das InnovaRig steht neben wissenschaftlichen Projekten auch für industriell-kommerzielle Anwendungen zur Verfügung, wie in Dürrnhaar zur Verfügung. So soll die Auslastung der Anlage maximiert werden. Betreiber der Anlage ist die Firma Angers und Söhne. (ag)

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