Konsortium präsentiert Projekt dem Gemeinderat Gilching

19.04.2018 | Jochen Schneider
Geothermiebohrung in Bayern

Das geplante Geothermieprojekt im Aufsuchungsgebiet "Gauting West", im Südwesten von München, präsentierte der Gescchäftsführer der "Asto Ecoparks Gauting" mit seinem Konsortium am Dienstag dem Gemeinderat iin Gilching.

Das Konsortium mit der Silenos Energy GmbH, einer Tochter der RAG und Strabag, sowie dem Planungsbüro Erdwerk will im Unterbrunner Holz östlich des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen das geothermische Potenzial erkunden. Das Ingenieurbüro Kess stellt dazu kommende Woche die Machbarkeitsstudie vor. Der Geschäftsführer der Asto Ecopark Gauting, Bernd Schulte-Middelich, ging bei der Vorstellung des Projektes von Investitionskosten von 19,5 Millionen Euro und jährlichen Betriebskosten von etwa 1,2 Millionen Euro aus. Neben dem Gewerbepark will er auch der Gemeinde Gilching geothermische Wärme anbieten, konnte aber bei der Vorstellung des Projektes noch keinen Wärmepreis nennen.

Bedenken gegen das Projekt räumte Schulte-Middelich aus. Nach seiner Aussage werde der Bohrplatz nicht im Wasserschutzgebiet des Unterbrunner Holz liegen. Vielmehr gehen die Entwickler von einem positiven Effekt für das Klima aus, dass Projekt spare etwa 30.000 Tonnen Kohlendioxid mit der Versorgung von Gilching ein. Bürgermeister Manfred Walter von der SPD war jedenfalls mit der Präsentation zufrieden, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.