Mediationsverfahren zur künftigen Geothermie-Nutzung in Süd- und Vorderpfalz gefährdet?

15.10.2010 | Anlagenbetrieb, Hydrogeothermie, Projekte | (va)
Geothermiebohrung in Bayern

Das von der Landesregierung vorgeschlagene Mediationsverfahren über die künftige Geothermie-Nutzung in Süd- und Vorderpfalz könnte noch vor dem Start scheitern.

Der Grund für die Unstimmigkeiten ist ein von der Regierung gefordertes Moratorium als Vorbedingung für die Schlichtungsgespräche. Die zehn unterschiedlich weit vorangeschrittenen Geothermie-Projekte hatten Bedenken in der Bevölkerung ausgelöst, woraufhin Ministerpräsident Kurt Beck im August ein Mediationsverfahren vorgeschlagen hat, indem ein neutraler Vermittler für einen konstruktiven Dialog zwischen den Unternehmen und Kritikern soll. Als Vorbedingung für die Einleitung des Mediationsverfahrens machte die Landesregierung ein Moratorium seinerzeit aber nicht.

Offenbar besteht große Skepsis bei dem Karlsruher Unternehmen Geoenergy gegenüber einem Moratorium. Das Unternehmen plant in der Pfalz die Geothermie-Kraftwerke in Schaidt, Haßloch, Altdorf und Dierbach. Geschäftsführer Uwe Seifen: "Wir werden uns nach Abstimmungsgesprächen mit der Politik positionieren - das betrifft auch die Frage eines Moratoriums."

Quelle:

www.rheinpfalz.de