Auf dem Werksgelände der MTU Aero Engines AG in München-Allach ist seit Ende Januar die erste Bohrung abgeteuft worden (wir berichteten). Am 18. März ist die Endteufe nach 2.650 m Bohrstrecke erreicht worden. Bereits während des Bohrens sind totale hydraulische Spülverluste in der Malm-Sektion aufgetreten, weshalb günstigen hydraulischen Bedingungen zu erwarten waren.
In den zwei Wochen lang stattgefundenen Kurzzeit-Pumptest sind die angenommene Schüttung und Temperatur bestätigt worden. Es liegt ein Produktivitäts-Index von über 50 l/s/bar bei rund 120 l/s und stationären Bedingungen vor. Die maximale Förderrate war auf 120 l/s begrenzt. Die Malm-Bohrung zählt aus hydraulischer Sicht zu einen der besten im Molassebecken. Gleichzeitig ist dies erstmals der Nachweis für sehr gute hydraulische Eigenschaften des Malm-Thermalwasserreservoirs im Nordwesten von München.
Weitere Schritte
Der Bohrturm ist bereits an den zweiten Bohransatzpunkt verschoben worden und die Bohrarbeiten haben begonnen. Geplant ist eine nach Norden gerichtete Bohrung mit einer Bohrlänge von rund 3.100 m.