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Vielversprechende wasserhöffige Strukturen im Raum Philippsburg Waghäusel

22. Oktober 2020

Die Daten einer Ende 2019 durchgeführten 3D-seismischen Erkundung zeigen mehrere Optionen für geothermische Standorte im Aufsuchungsgebiet der Deutschen ErdWärme. Es gibt bereits erste Gespräche für die nähere Standortbestimmung in Waghäusel.

Die Daten der von der Deutschen ErdWärme Ende 2019 durchgeführten 3D-Seismik im Raum Philippsburg-Waghäusel sind ausgewertet. Die Ergebnisse der Messkampagne zur Erkundung des Untergrunds zeigen mehrere geologische Brüche im Aufsuchungsgebiet, die sich für die Gewinnung von Thermalwasser zum Betrieb von Erdwärmeanlagen eignen. Ein neues Projekt könnte in Waghäusel entstehen. Hier verläuft eine vielversprechende geologische Bruchzone:

  • Erschließbarer Reservoirhorizont im Buntsandstein
  • Ausreichende Reservoirtiefe mit Temperaturen über 150 °C
  • Ausreichende Länge, um Förder- und Injektionsbohrung in ein zusammenhängendes Reservoir zu führen
  • Bruchzone liegt in tektonischem Dehnungsbereich
  • Abstand des Reservoirhorizonts zum Grundgebirge

Die Deutsche ErdWärme führt deshalb bereits erste Gespräche mit der Stadt, um mögliche Standorte zu bestimmen. „Der Umkreis in dem eine Erdwärmeanlage gebaut werden kann, hängt in erster Linie von der Erreichbarkeit der anvisierten Bohrziele im Untergrund ab“, erklärt Deutsche ErdWärme Geschäftsführer Dr. Herbert Pohl. Innerhalb dieses Umkreises gibt es Flächen, wie Wohn- oder Naturschutzgebiete, die von Anfang an nicht als Standorte in Betracht kommen. „Im Austausch mit Oberbürgermeister Walter Heiler und den Ratsfraktionen wollen wir nun abstimmen, welche Präferenzen die Gemeinde hinsichtlich der formal denkbaren und technisch erschließbaren Flächen hat“, sagt Pohl.

Erdwärmenutzung auch im Raum Philippsburg möglich
Auch die Daten aus Philippsburg und der näheren Umgebung zeigen geologische Brüche, die zur Erschließung erneuerbarer Wärme aus dem Erdmantel genutzt werden können. Hier gibt es gleich mehrere Optionen, die aktuell noch weiterführenden Reservoirstudien unterzogen werden. Diese überprüfen die Bruchzonen unter anderem auf geeignete Zielpunkte für die Bohrungen im Untergrund, anhand derer die Umkreise für die Standortsuchen an der Oberfläche festgelegt werden. Die Deutsche ErdWärme rechnet damit, ab Ende November auf weitere Gemeinden im Aufsuchungsgebiet mit den Analysen zugehen zu können. (js)

Quelle: 

Deutsche ErdWärme

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