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Mehr regenerativer Strom für München: SWM kauft zwei Geothermieanlagen

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4 | 2016

Die Stadtwerke München haben die zwei Geothermieanlagen Dürrnhaar und Kirchstockach im Südwesten von München gekauft. Der Vorsitzende der SWM Geschäftsführung, Dr. Florian Bieberbach, erläutert dazu: „Wir freuen uns, dass wir uns mit HOCHTIEF und der BayWa einig werden konnten. Mit diesen zwei Geothermieanlagen steigt die Zahl unserer erneuerbaren Anlagen allein in der Region auf 43.“ Damit erweitert die SWM Ihren regenerativen Kraftwerkspark um 11 MW elektrischer Leistung.

Die beiden Anlagen wurden 2012 und 2013 in Betrieb genommen. Bisheriger Eigentümer der Anlagen war die Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG, ein Joint Venture der BayWa r.e. und Hochtief PPP Solutions GmbH. Beide Unternehmen haben ihre Anteile nun an die SWM veräußert. "Wir freuen uns, dass wir mit den Stadtwerken München einen erfahrenen und leistungsstarken Käufer gefunden haben. Es zeigt, dass unser Verkaufsportfolio im Bereich erneuerbare Energien auch in Deutschland interessant ist“, erläutert der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz, die Stärke des Geschäftsmodells, innovative, erneuerbare Energieanlagen zu planen, zu bauen und wieder zu verkaufen.

Technisch sind die beiden Anlagen ähnlich konzipiert wie die Geothermieanlage im wenige Kilometer entfernten Sauerlach. Alle drei Kraftwerksanlagen stammen von Turboden. In Sauerlach haben die Stadtwerke München selbst vor Jahren drei Bohrungen abteufen lassen und ein Kraftwerk gebaut. Im bayerischen Molassebecken sind insgesamt 23 Geothermienanlagen zur Wärme- und Stromerzeugung im Betrieb und vier im Bau. Sie erschließen mit 50 Bohrungen das Karbonat-Reservoir des Malms. Die Bohrtiefen reichen von 700 Meter im Norden bis über 5.000 Meter im Süden von München.

Die SWM verfolgen bei der Energiewende ehrgeizige Ziele. Im Rahmen ihrer Ausbauoffensive Erneuerbare Energien forcieren sie die erneuerbare Energienutzung im Strom- wie auch im Wärmebereich.

Bis 2025 wollen die SWM im Strombereich so viel Ökostrom erzeugen, wie ganz München verbraucht. Mit der 2008 begonnen Ausbauoffensive Erneuerbare Energien dürften sie schon bald 50 Prozent des Münchener Strombedarfs decken.

Im Wärmebereich soll München bis 2040 zur ersten deutschen Großstadt werden, in der Fernwärme zu 100 Prozent aus Erneuerbarer Energie gewonnen wird. Um diese Vision zu realisieren, setzen die SWM in erster Linie auf die weitere Erschließung der Erdwärme. Nach den Anschlüssen der Geothermiebohrungen in Riem und Freiham an die Heizkraftwerke, sind weitere Bohrungen am Standort Heizkraftwerk Süd geplant. Zuvor werden hier noch bestehende Öltanks zurückgebaut - ganz im Sinne der Energiewende.

Quellen: SWM, BayWa

(js)
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