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Aschheim-Feldkirchen-Kirchheim: Mittellastanlage ermöglicht Ausbau der Geothermieanlage

2. Juli 2013

Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, muss das Geothermienetz der Anlage Aschheim-Feldkirchen-Kirchheim (AFK) ausgebaut werden. Dazu ist eine Erweiterung der Energiezentrale um eine Mittellastanlage nötig geworden.

Zu Beginn des Projekts sei man von Schätzungen ausgegangen, wonach sich maximal 30 Prozent an die Geothermie anschließen lassen wollen, sagte Aschheims Bürgermeister Helmut Englmann auf einer Informationssitzung der Gemeinderäte vergangene Woche. Diese Zahl ist aber lange schon nicht mehr aktuell. Aufgrund der hohen Nachfrage hat die AFK Geothermie GmbH mittlerweile einen Marktanteil von mehr als 60 Prozent in den drei Gemeinden erreicht, so der AFK Geschäftsführer Thomas Fröhlich. Die AFK Geothermie bedient momentan eine Anschlussleistung von knapp 33 Megawatt an private, gewerbliche und öffentliche Gebäude. Fast 39 Megawatt Vollanschlüsse sind unter Vertrag, weitere 5 Megawatt sind als Optionsanschlüsse gelistet.

Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, muss das Geothermienetz in den drei Gemeinden weiter ausgebaut werden. Für eine langfristige stabile Versorgungsleistung ist dazu die Erweiterung der Energiezentrale um eine Mittellastanlage nötig geworden, erklärt Fröhlich in einem Bericht der AFK Geothermie. Bislang wurde der Spitzenlastbedarf mit zusätzlichem Einsatz von Heizöl gedeckt. In Zukunft soll ein Erdgas-Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 800 Kilowatt die Zeiten der Spitzenachfrage überbrücken. Auf 3,6 Millionen Euro belaufen sich die Ausbau- und Anschlusskosten der Mittellastanlage an die Energiezentrale. Jens Kuckelkorn, Sachverständiger vom ZAE Bayerisches Zentrum für angewandte Energieforschung e.V., begrüßte die Entscheidung für eine Mittellastanlage, denn sie ermögliche nicht nur die Erweiterung des geothermischen Fernwärmenetzes in den drei Gemeinden, sondern senke neben dem Bedarf an Heizöl auch die Kosten für Strom und den Eigenenergieverbrauch.

Den Spitzenbedarf mit einer erdgasbasierten Mittellastanlage zu decken, sei für Aschheims Bürgermeister Helmut Englmann nur eine Zwischenlösung, denn langfristig müsse man eine Verdoppelung der Geothermieanlage anvisieren. Für eine Nachverdichtung wären zwei weitere Bohrungen nötig. Dafür sei aber mit Investitionskosten von mehr als 20 Millionen pro Gemeinde zu rechnen, erklärte Aschheims Bürgermeister. Schon jetzt bringe jede Gemeinde 15 Millionen Euro in die AFK ein.

Mit der geplanten Mittellastanlage kann die AFK Geothermie in den kommenden Jahren für die Verbraucher eine Anschlussleistung von mehr als 60 Megawatt zur Verfügung stellen. (sv)

Quelle: 

AFK Geothermie

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