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EGS ohne Fracken?

20. Mai 2011

Eine amerikanische Firma entwickelt ein Verfahren, petrothermale Geothermie-Bohrungen ohne Fraccing nutzen zu können.

Das US-Startup GTherm will eine Art Festkörper-Wärmetauscher auf dem Grund einer geothermischen Quelle installieren. GTherm bezeichnet das System als „Wärmenest“. Es soll dank einer gut wärmeleitenden Ummantelung die thermische Wärmeenergie aus dem umliegenden Gestein ziehen. Diese wird von einer Flüssigkeit aufgenommen, die in einem geschlossenen Kreislauf an die Oberfläche transportiert wird. An der Oberfläche wird über einen Wärmetauscher das Wasser in einem zweiten Kreislauf zum Verdampfen gebracht. Mit diesem Dampf wird eine Turbine angetrieben, die Strom produziert. Bisher ist das System erst als Computermodell durchgerechnet worden. Mit dem Electric Power Research Institute (EPRI) hat GTherm außerdem eine Machbarkeitsstudie durchgeführt und die ersten Demoprojekte sollen im kommenden Jahr beginnen.
„Es geht hier um Tiefen von rund fünf Kilometern mit Temperaturen von 120 bis 150 Grad Celsius an der Bohrsohle“, sagt Cerezo. „Damit wollen wir eine Nettoleistung von einem Megawatt pro Quelle schaffen,“ so der EPRI-Ingenieur Luis Cerezo. Mit der Technologie können geothermische Gebiete erschlossen werden, deren Ausbeutung bislang aus finanziellen oder Sicherheitsgründen nicht möglich war. Zudem ermöglicht die Methode eine Nutzung von ehemaligen Kohlenwasserstoffbohrungen. (va)
Quelle: www.heise.de

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3 | 2019
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