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Energiewende: Aiwanger stellt Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen vor

29. November 2019

Der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, hat im Rahmen seiner Regierungserklärung das "Bayerische Aktionsprogramm Energie" vorgestellt. Mit 73 konkreten Einzelmaßnahmen in 13 Handlungsfelder soll es einen neuen Schwung in die Energiewende geben. Auch im Bereich der Tiefengeothermie soll es Fortschritte und Verbesserungen geben.

Um einen erfolgreichen Ausstieg aus der Kernenergie- und Kohlestromnutzung zu schaffen, bedarf es einem raschen Umdenken in der Klimapolitik. Hubert Aiwanger will mit seinem neu vorgestellten Aktionsplan den Weg für eine nachhaltige und dezentrale Energieersorgung frei machen. Hierfür soll auch mehr Energie aus der Heimat genutzt werden.

Der Aktionsplan deckt die verschiedenen Bereiche der Erneuerbaren Energien wie Geothermie, Wasserkraft, Bio- sowie Wind- und Solarenergie ab. Auch Versorgungssicherheit, Netzausbau und der Fortschritt in der Energieforschung insbesondere im Bereich der Wasserstofftechnologie sind im Maßnahmenplan mit aufgenommen. Ein weiterhin aktuell bleibendes Thema ist zudem Flexibilität und Effzienz im Gebäudebereich. Die Effzienz soll weiter erhöht werden und der allgemeine Energiebedarf gesenkt werden.

Im Bereich der Geothermie soll die hydrothermale Geothermie in Bayern weiter erschlossen werden und bis 2029 mit Hilfe von drei neuen Transportleitungen besser vernetzt werden. Ferner soll der Ausbau der Wärmenetze in den Kommunen, die in die Nutzung einsteigen wollen, zusätzlich gefördert werden. Bis 2050 soll ein ein Viertel des bayerischen Wärmeverbrauchs im Gebäudesektor über Geothermie gedeckt werden. Für die Umsetzung wird ein Masterplan Geothermie entwickelt, der ein Förderprogramm für geothermische Wärmenetze zum Wärmetransport aus erschlossenen Lagerstätten sowie für die Wärmeverteilung vorsieht. Weiterhin soll die Forschung auf dem Gebiet vorangetrieben werden, unter anderem durch die Fortführung des Hochschulverbunds Geothermie Allianz Bayern. Im Rahmen der nächsten EEG-Novelle 2021 soll eine Degressionsbegrenzung zur Vergütung von Strom aus Geothermie von 5 auf 0,5 Prozent pro Jahr oder alternativ erst ab 120 MW installierter Stromleistung umgesetzt werden.

Auf der Internetseite des Bayerischen Wirtschaftsministeriums sind die konkreten Einzelmaßnahmen abrufbar. (vh)

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