Frühjahr 2007: Geothermie wird gigantisch

05.02.2007 | Marktentwicklung | Enerchange
Geothermiebohrung in Bayern

Die Geothermie-Branche befindet sich im Aufwind: Fast 80 Megawatt Leistung werden aus geothermischen Fernwärmenetzen bereitgestellt mit steigender Tendenz.

"Das sind Zahlen wie wir sie vor einigen Jahren so noch nicht erwartet hätten," erklärte Simone Probst, die Präsidentin des Bundesverbandes Geothermie (GtV-BV).  

In 2007 werden drei neue geothermische Kraftwerke (Bruchsal, Landau/Pfalz und Unterhaching) in Betrieb gehen, bei denen sämtlich auch eine Wärmenutzung vorgesehen ist. Das Geothermische Heizwerk in Erding muss wegen der starken Nachfrage seine Kapazitäten verdoppeln. Im brandenburgischen Neuruppin entsteht im Zusammenhang mit einem Hotel- und Freizeitkomplex eine weitere Anlage. "Steigende Energiepreise und hohe Versorgungssicherheit machen die tiefen Ressourcen immer interessanter," freute sich Horst Kreuter, Leiter der Sektion Tiefe Geothermie. "Auch in diesem Bereich werden dringend weitere leistungsfähige Bohrgeräte benötigt. Diese sind aber weltweit stark gefragt. Zum Glück gibt es bei uns innovative Maschinenbauer, die mit zukunftsweisenden Anlagenkonzepten auf den Markt gekommen sind."

Insgesamt steht in Deutschland in diesem Frühjahr erstmals mehr als 1 Gigawatt Wärme aus geothermischen Ressourcen zur Verfügung. "Geht die Entwicklung so weiter, ist die Geothermie ist auf dem besten Weg, mittelfristig Deutschlands wichtigste Wärmequelle zu werden," stellte Präsidentin Probst fest. "Wir arbeiten dran."

Quelle: Geothermische Vereinigung e.V. - Bundesverband Geothermie

Schlagworte