Geothermie-Bohrung in Miskolc übertrifft Vorhersagen

10.09.2010 | Internationale Projekte | Enerchange
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Das ungarische Energieunternehmen PannErgy erreichte im August mit ihrer Bohrung in Miskolc in der Bükk Bergregion die Zielteufe von 2.310 Metern. Die angetroffene hohe Temperatur und Schüttung übertrafen die Erwartungen des Unternehmens.

Mit Temperaturen von 110 bis 120 Grad Celsius und einer Schüttung von 70 bis 90 Litern pro Sekunde wurden bessere Voraussetzungen in der Tiefe vorgefunden als angenommen.

Auf Grund der guten thermischen Daten stellten die Ingenieure von PannErgy den Projektplan um. Nun sollen nur vier weitere Bohrungen niedergebracht werden. Ursprünglich ging PannErgy von insgesamt sieben Bohrungen aus um die geplante Kraftwerksgröße zu realisieren.

Nach der Niederbringung einer Injektionsbohrung bis zum Frühjahr 2011 und der Installation eines Heizwerks mit 16 Megawatt Leistung, sieht der Projektzeitplan vor, bereits in der Heizperiode 2011/12, Privathaushalte und öffentliche Gebäude der Stadt Miskolc mit Wärme zu versorgen.

Durch eine zweite Förderbohrung soll die Geothermie-Anlage auf 35 Megawatt ausgebaut werden. Ein drei Megawatt Aggregat soll zusätzlich Strom erzeugen.

PannErgy wird das Projekt zusammen mit dem isländischen Unternehmen Mannvit realisieren. In den nächsten Wochen müssen Langzeittests die guten Ergebnisse zunächst bestätigen.