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Neues Geothermieprojekt bei Pullach eröffnet große Chancen für die Gemeinde

11. März 2020

Neue Erkenntnisse lassen im Untergrund der Gemeinde Baierbrunn auf ein großes Vorkommen heißen Thermalwassers und damit auf ein enormes Wärmepotenzial schließen. Demnach könnte dort bis zum Jahr 2026 die größte Geothermie-Anlage Deutschlands entstehen. Im Gemeinderat Pullach hat der Geschäftsführer der Innovative Energie für Pullach GmbH (IEP), Helmut Mangold, am vergangenen Dienstag erstmals öffentlich Details zum Projekt und den wirtschaftlichen Daten vorgetragen.

Partner des Projekts sind die Stadtwerke München (SWM), die mit ihrem Vorhaben, bis 2040 ganz München mit regenerativer Wärme zu versorgen, schon jetzt Vorreiter im Bereich Geothermie sind. Bereits 2018 unterschrieb die IEP einen Kooperationsvertrag mit den SWM mit dem Ziel, vorhandene Wärmenetze zu verbinden und so die Möglichkeit zu schaffen, Fernwärme im Bedarfsfall auszutauschen.

Investitionskosten werden geteilt

Um das heiße Wasser aus der Tiefe nutzbar zu machen sind laut Mangold Investitionen in Höhe von bis zu 150 Millionen Euro notwendig, die zu gleichen Teilen von den beiden Kooperationspartner gestemmt werden sollen. Aufgrund des vorgestellten Finanzierungskonzepts, sieht sowohl Mangold als auch Gemeindekämmerer André Schneider geringes finanzielles Risiko und große Chancen für die Gemeinde.

München und Pullach proftieren

Mangold trat den Befürchtungen, die Gemeinde investiere zu viel Geld, um den Münchner Wärmebedarf zu decken, aber nicht für die Daseinsvorsorge der Pullacher Bevölkerung, entgegen. Nicht nur Münchens Wärmebedarf steige, auch die bauliche Nachverdichtung und damit einhergehender Wärmebearf im Raum Pullach nehme weiter zu. Darüber hinaus würden auch die beiden größten Industrien im Ort, der Kältehersteller Linde und Peroxidhersteller United Initiators, davon profitieren.

Wärmeabnahme durch SWM als Sicherheitsgarant

Überschüssig produzierte Wärme werden von den SWM abgekauft, somit wäre eine Abnahme auch in Zeiten geringer Abnahmen in der Gemeinde garantiert. Durch diese Einnahmen können Darlehen und Einzahlungen der Gemeinde schneller zurückgezahlt werden. Schneider bezifferte das maximale Risiko für die Gemeinde auf 17,5 Millionen Euro. Das Gros der Investitionen, 80 Prozent der Gesamtkosten des Projekts, wird sich die IEP auf dem freien Kapitalmarkt besorgen. (vh)

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