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Türkei: Erstes Geothermie-Förderprogramm für Privatinvestoren

16. Januar 2016

Die European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) und der Clean Technology Fund (CTF) haben ein voluminöses Förderprogramm für die Türkei aufgelegt. Damit rückt das Ausbauziel des Landes von einem Gigawatt aus geothermischer Energie im Jahr 2023 ein Stück näher.

Das neue Programm mit dem symbolträchtigen Namen PLUTO – dem Herrscher der Unterwelt – umfasst zwei Phasen. Phase 1 wird von dem CTF, einem Ableger des Climate Investment Fonds, mit 25 Millionen US Dollar gefördert und soll die Explorationsarbeiten vor Bohrung finanzieren. Sind die Ergebnisse vielversprechend, erfolgt die Förderung für die weitere Projektentwicklung aus Phase 2. Hier investiert die EBRD 100 Millionen US Dollar für die Entwicklung und Erschließung des Reservoirs. Auch Bohrkosten und Kraftwerksbau werden über diesen Fonds anteilig mitfinanziert. Die EBRD ist die erste internationale Bank, die Privatinvestoren mit einem Förderprogramm zur Seite steht, um die Eigenkapitallücke zu schließen – eines der größten Probleme für Projektentwickler, die keinen finanzstarken Konzern hinter sich wissen.

Ziel von PLUTO ist, fünf weitere Tiefe Geothermie-Kraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 60 Megawatt ans Netz zu bringen, die 450 Gigawattstunden Strom einspeisen sollen. Damit würde sich die gesamte installierte Kapazität aus Geothermie-Kraftwerken in der Türkei um weitere 10 Prozent erhöhen. Bereits heute stellt das Land 624 elektrische Megawatt aus Geothermie bereit. Im Jahr 2023 will die Türkei bereits 30 Prozent ihres Strombedarfs aus Erneuerbarer Energie decken – ein ehrgeiziges Ziel.

Wie die EBRD in ihrer Pressemitteilung erklärte, ist es ihr Ziel, mehr Investoren und Banken für Aktivitäten in der Geothermie-Branche zu gewinnen, um das große geothermische Potenzial der Türkei zu erschließen. Geschätze 4,5 Gigawatt erschließbares geothermisches Potenzial schlummern im Untergrund der Türkei. Mit Hilfe der EBRD wurden bereits sieben Geothermie-Kraftwerke errichtet: Tuzla, Gümüşköy, Pamukören, Babadere, Alaşehir, Umurlu sowie Efeler, das zweitgrößte Geothermie-Kraftwerk Europas.

PLUTO ist das Ergebnis eines weltweiten Anstoßes multilateraler Entwicklungsbanken, die sich darauf geeinigt haben, den Zubau an geothermischer Energie verstärkt zu fördern.

In den Ländern, in denen die EBRD aktiv ist, stellt sie derzeit den größten Förderer von Erneuerbarer Energie dar. In der Türkei ist die EBRD seit 2009 aktiv. Bis heute hat die Bank mehr als sieben Milliarden Euro in der Türkei zur Förderung von Energie, Infrastruktur, Landwirtschaft, Industrie und Finanzwesen investiert. (sv)

Quelle: 

EBRD

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