Soultz-sous-forêts

Projektgebiet:
Status
in Betrieb
Temperatur in °C
~ 175
Stromerzeugungsverfahren
ORC
Installierte elektrische Leistung in MW
~ 1,7

Schlagworte

Nachrichten zum Projekt

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Das ehemalige Forschungsprojekt speist heute ungefähr 12 Millionen Kilowattstunden Strom ins französische Netz und wird von den Energieversorgern Électricité de Strasbourg (ÉS) und Energie Baden-Württemberg (EnBW) betrieben.

Im Sommer 2008 wurde das Geothermiekraftwerk im elsässischen Ort Soultz-sous-Forêts (Oberrheingraben) als Forschungskraftwerk in Betrieb genommen. Das Forschungsprojekt nutzte nicht, wie andere Kraftwerke, eine heiße Wasserquelle bzw. ein Dampfvorkommen, sondern es wurde in 5.000m Tiefe vorhandene Risse und Spalten genutzt. In dieser Tiefe konnte man 200°C heißes Granit vorfinden und die Risse und Spalten mit Hilfe von Wasserinjektionen erweitert, um einen geologischen Wärmetauscher zu erstellen.

Das Wasser wird durch mehrere Bohrungen durch den erstellten Wärmetauscher zirkuliert. Dadurch kann man an der Oberfläche die gewonnene Wärmeenergie zur Stromerzeugung bzw. zur Wärmeversorgung nutzen. Dieses Verfahren wird als  "Hot-Dry-Rock"-Technologie bezeichnet und bietet den Vorteil, dass man keine Wasser- oder Dampfquelle braucht.

Mittels drei Bohrungen wird in der Endtiefe von 5.000m das Wasser auf ca. 175°C erhitzt und im Kraftwerk mit dem Organic-Rankine-Cycle (ORC) Verfahren Strom erzeugt und das abgekühlte Wasser wird zurück in die Tiefe gepumpt.

Nach erfolgreichem Abschluss des internationalen Forschungsprojektes, das von der Europäischen Union, Frankreich, Deutschland und teilweise von Großbritannien gefördert wurde, wird das Projekt von zwei Energieversorgungsunternehmen aus Frankreich und Deutschland im Jahr 2016 übernommen. Die Anlage wurde für den kommerziellen Betrieb optimiert und speist jährlich rund 12 Millionen Kilowattstunden Strom ins französische Netz. Das Kraftwerk nutzt nach der Optimierung nun ungefähr 160°C heißes Wasser für die Stromerzeugung. 

 

Anzahl der Bohrungen
3
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