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Das Rheinische Revier hat gute Perspektiven

23. Februar 2019

Geothermische Energieversorgung stellt eine Alternative zur Braunkohle dar. Vertreter von Verdi (Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft) und IGBCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) haben sich mit dem Abschlussbericht der Kohlekommission befasst. Zudem wurde ein grenzüberschreitendes EU-Projekt gestartet.

Die am Freitagmittag, 22. Februar in Jülich stattgefundene Regionalkonferenz beschäftigte sich mit dem Abschlussbericht der Kohlekommission und kam zu dem Schluss, dass der Bericht in allen Punkten umgesetzt werden muss. Rund 250 Teilnehmer diskutierten den Strukturwandel im Rheinland, nach Berichten des WDR. Das Rheinland muss auch nach dem Ende der Braunkohle ein Industriestandort bleiben, so die Forderung. Es müssen gute Jobs in der Industrie geschaffen werden.

Probebohrungen geplant

Aus 2.000 Metern Tiefe könnte am jetzigen Standort des Braunkohlekraftwerks Weisweiler Wärme gewonnen werden. Um zu verifizieren, ob heißes Wasser aus den Gesteinsschichten in das bestehende Fernwärmenetz eingespeist werden kann, sollen erste Probebohrungen bereits 2020 abgeteuft werden. Damit wird der Empfehlung der Kommission gefolgt, die derartige Bohrungen zu Projekten für den Strukturwandel im Braunkohlerevier listet. Es wäre das erste Forschungsprojekt dieser Art in Nordrhein-Westphalen.

Grenzüberschreitendes EU-Projekt gestartet

Zudem wurde das, mit 19 Millionen Euro geförderte, grenzüberschreitende EU-Projekt mit dem Titel „DGE-Rollout“ gestartet. An dem Projekt sind insgesamt 18 Partner aus sechs verschiedenen Nationen beteiligt.

Unter anderen ist der Deutsche Geologische Dienst NRW mit Sitz in Krefeld Projektpartner. Projektleiter Martin Salomon wird auf RP-online mit „Die Zukunft der nordrhein-westfälischen Energieversorgung liegt tief unter uns. Die Nutzung von Erdwärme verspricht klimafreundliche und nachhaltige Energie mit hoher Versorgungssicherheit“ zitiert.

Auch der nordrhein-westphälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart hat das Projekt ganz oben auf die Liste seiner Agenda gesetzt. Bei der offiziellen Vorstellung des Projekts in Weisweiler sagte er „Die Empfehlungen der Kohlekommission sehen vor, die Kohleverstromung in Deutschland bis 2038 zu beenden. Daher wollen wir in den kommenden Jahren die erneuerbaren Energien in Nordrhein-Westfalen in ihrer ganzen Vielfalt massiv ausbauen. Das Rheinische Revier soll so zur europäischen Modellregion werden für den Umbau zu einer modernen, innovativen und klimafreundlichen Industrie der Zukunft. Tiefengeothermie bietet die Chance, Wärme klimaneutral zu erzeugen und kann außerdem einen wichtigen Beitrag zur Versorgungs¬sicherheit leisten.“ berichtet RP-Online weiter.

Ziel des Projektes

Vorrangiges Ziel ist es den Markt für Tiefengeothermie in Nordwesteuropa zu bereiten, die dafür notwendigen geologischen Potentiale zu erkunden und gleichartige Projekte zu fördern.

Bis zum Abschluss des Forschungsprojekts 2022 versprechen sich die Projektpartner praxistaugliche Lösungen um fossile Energieträger durch klimaschonende Wärmegewinnung aus großen Tiefen dauerhaft ersetzen zu können. Nach bisherigen Erkenntnissen können vor allem im grenznahen westlichen Teil von Nordrhein-Westphalen aussichtsreiche Energiereserven mit der Tiefengeothermie erschlossen werden.

Auch RWE sieht für die Zeit nach Abschluss der Braunkohlegewinnung die Möglichkeit mit Hilfe der Tiefengeothermie, das an das jetzige Braunkohlekraftwerk Weisweiler angeschlossene Fernwärmenetz ab 2030 erneuerbar und klimaschonend zu versorgen, wie RP-online berichtet. (ez)

Quelle: 

WRD online; RP-online

 

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