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Die Tiefe Geothermie im Aufbruch: vom Geothermiekongress 2007 in Bochum

9. November 2007

Die Veranstalter des Geothermiekongresses 2007, die Geothermische Vereinigung e.V. - Bundesverband Geothermie (GtV-BV) als auch die Energieagentur NRW, das GeothermieZentrum Bochum (GZB) und die Stadt Bochum zeigten sich zufrieden: Gegenüber den letzten Jahren sei der Zuspruch aus Wirtschaft und Wissenschaft stark gewachsen. Den Kongress für oberflächennahe und tiefe Geothermie, der am 30. und 31.10. im Bochumer RuhrCongress stattfand, besuchten diesmal ca. 500 Teilnehmer. Er wurde begleitet von der Fachmesse GEOEnergia mit mehr als 60 Ausstellern und dem 4. Bochumer Geothermietag, der NRW-spezifischen Tagung am 29.10.

"Die Geothermie als Schlüssel zum Erreichen der Klimaschutzziele ist in einem breiten Branchenspektrum in der Wirtschaft angekommen“, so Simone Probst, Präsidentin der GtV-BV zur derzeitigen Situation in der hierzulande jüngsten Erneuerbaren Energien-Branche. Erfolgreich gestartete Projekte mehren sich, vor allem von jenen in der süddeutschen Molasse wurde berichtet. Trotzdem kann von Hochkonjunktur noch nicht die Rede sein. Zwar freut man sich allenthalben über die generelle Akzeptanz der tiefen Geothermie als eine Energiequelle mit Zukunft, allerdings bremsen gewisse Hemmnisse die Branche. So wurden vor allem die durch hohe Fündigkeitsrisiken und fehlende Datenbasis von Erfolgsprojekten genährten Vorbehalte unter Investoren, Versicherern und Politikern beklagt. Der Mangel an Ingenieuren und Technikern und der begrenzte Markt der Bohrgerätschaften führen zu langen Vorlaufzeiten und hohen Investitionskosten. Thorsten Weimann von gec-co GmbH konstatierte, dass mit der heutigen Entwicklungsgeschwindigkeit der Branche trotz derzeit 150 geplanter Projekte das brancheninterne Wunschziel des Gigawatts geothermisch erzeugter Energie im Jahr 2030 schwer erreichbar sei. Den genannten Hemmnissen Rechnung tragend, widmete sich eine große Anzahl der Vorträge den Themen Wirtschaftlichkeit von Geothermieprojekten und Verringerung des Fündigkeitsrisikos. Der Forschungs- und Entwicklungsbedarf gilt weiterhin als groß, doch können die Erwartungen bezüglich einer grundlastfähigen Stromerzeugung gekoppelt mit Fernwärme in naher Zukunft erfüllt werden. Günstige politische Rahmenbedingungen, wie die bundesweiten Maßnahmen zur Förderung kommunaler Wärmenetze, werden geschaffen, so Dr. Karin Freier, Leiterin des BMU-Referats für Markteinführungs–programme für Erneuerbare Energien.
Umweltbeeinträchtigungen bei Betrieb und Rückbau von Geothermiekraftwerken werden laut einer von Christiane Lohse präsentierten Studie des Bundesumweltamtes als gering eingeschätzt.

Auf der Fachmesse GEOEnergia präsentierten sich neben Projektplanern, Beratern, Energieversorgern und Forschungseinrichtungen diesmal auch große Bohrunternehmen, die sich zunehmend im deutschen Geothermie–markt positionieren wollen.

Der Geothermiekongress und die GEOEnergia in Bochum zeigten, dass im Bereich der tiefen Geothermie in Deutschland nach der Ernüchterungsphase der letzten Jahre wieder Aufbruchsstimmung herrscht. Diesmal aber, davon geht man aus, mit anhaltender Wirkung. (ag)

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