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Enerchange erhält BMU-Förderung für Kommunikationsprojekt im Bereich tiefe Geothermie

8. Juni 2011

Forschungsvorhaben soll helfen, Öffentlichkeitsarbeit für Geothermieprojekte zu verbessern.

Das Bundesumweltministerium (BMU) fördert ein von der Freiburger Agentur Enerchange eingereichtes Vorhaben zur Verbesserung der Kommunikation bei Projekten der tiefen Geothermie. Vor wenigen Tagen ist der Zuwendungsbescheid ergangen. Im Rahmen des zweijährigen Projekts werden Zusammenhänge zwischen Öffentlichkeitsarbeit und Akzeptanz von Geothermieprojekten untersucht sowie Vorschläge zur Verbesserung der Kommunikation erarbeitet. Als Ergebnis soll ein Leitfaden mit Handlungsempfehlungen für Projektentwickler und Kraftwerksbetreiber veröffentlicht werden.

„Wir freuen uns, dass das BMU dem Thema Öffentlichkeitsarbeit einen großen Stellenwert beimisst und sich entschlossen hat, das Projekt zu fördern“, sagt Marcus Brian, einer der beiden Geschäftsführer von Enerchange. Vorgesehen sind drei Projektphasen: Im ersten Schritt soll am Beispiel von vier Projekten untersucht werden, welche Akzeptanz das jeweilige Projekt in den lokalen Medien und in der Bevölkerung hat und welche Öffentlichkeitsarbeit die Projektverantwortlichen bislang betrieben haben. Im zweiten Schritt ist für zwei Projekte die Erstellung eines PR-Konzepts vorgesehen, dessen Maßnahmenplanung auf den Erkenntnissen aus der ersten Phase aufbaut. Der letzte Schritt umfasst Konzeption, Redaktion, Layout und Druck eines Leitfadens, in dem alle Erfahrungen und Erkenntnisse aus den vorherigen Projektphasen zu praktischen Handlungsempfehlungen verdichtet werden.

Mit dem Projekt will Enerchange eine Brücke zwischen meist technisch fokussierten Projektbetreibern und einer kritischen Öffentlichkeit bauen, die zunehmend in die Projektentwicklung eingebunden und informiert werden will. „Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse unserer Untersuchungen und hoffen, dass dieses Projekt mittelfristig zur Verbesserung der Akzeptanz von tiefer Geothermie beitragen wird“, so Dr. Jochen Schneider, ebenfalls Geschäftsführer von Enerchange.

Kernaufgabe von Enerchange in dem Projekt wird neben der Projektkoordination sowie der Analyse und Bewertung der bislang betriebenen Öffentlichkeitsarbeit vor allem die Erstellung der beiden PR-Konzepte in Phase zwei sowie das Schreiben des Leitfadens in Phase drei sein. Insbesondere in der Analysephase wird Enerchange von folgenden Projektpartnern unterstützt: der Stiftung Risiko-Dialog St. Gallen, die Repräsentanten der Bevölkerung und Multiplikatoren an den jeweiligen Projektstandorten befragen wird und dem Europäischen Institut für Energieforschung (EIFER) in Karlsruhe, das die Resonanz der ausgewählten Projekte in den Printmedien untersucht und Akzeptanztendenzen analysiert. Weiterführende Informationen zu dem Forschungsprojekt finden sich unter www.pr-geothermie.de (js)

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