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Geothermie bleibt für Basel eine Option

25. Januar 2007

In einer heute mittag veröffentlichten Medienorientierung stellt Regierungsrätin Barbara Schneider fest, dass die tiefe Geothermie weiterhin als Energieversorung in Frage kommt. Das Projekt in Basel Kleinhüningen liegt aber erst einmal auf Eis.

Heute mittag, am 25.1.2007, stellte die Basler Regierungsrätin Barbara Schneider in einer Pressekonferenz klar, dass der große Basler Rat an dem Geothermieprojekt "Deep Heat Minining" festhält. Das Projekt allerdings liegt vorerst auf Eis.

In Bezug auf die Expertisen und Stellungnahmen, die dem großen Rat zur Verfügung stehen, sagt Schneider: "In vielen Punkten herrscht Einigkeit. Einigkeit darüber, dass wir noch zuwenig verstehen, warum die drei Erdstösse so stark spürbar waren; es besteht meiner Einschätzung nach auch Einigkeit darüber, dass die Betreiber-Firma, die Geopower Basel AG, nach dem aktuellen Stand der Technik und der Wissenschaft vorgegangen ist. Einig sind sich alle auch, dass zu viele Fragen offen sind, um heute einen fundierten definitiven Entscheid für oder gegen das Geothermie-Projekt fällen zu können.

Desweiteren führt die Regierungsrätin aus, dass der Regierungsrat an der Option Geothermie und der damit verbundenen Chance festhält. Als Gründe hierfür nennt Sie die sich abzeichnende Verknappung der fossilen Brennstoffe, die CO2-Thematik und den nach wie vor stetig steigenden Energieverbrauch. Auch mit anderen Energieträgern sind bekannte Risiken verbunden, weshalb sich für Schneider eine vertiefte Prüfung der Option Geothermie aufdrängt.
Doch Barabara Schneider stellt auch klar, dass ebenso eine sofortige Wiederaufnahme der Arbeiten in Kleinhüningen nicht in Frage kommt und das Projekt auf unbestimmte Zeit unterbrochen ist.

Bevor das Projekt weitergeführt werden kann, ist nach Ansicht der Regierungsrätin eine umfassende Risikoanalyse notwendig. Darauf hat ihrer Ansicht nach sowohl die Bevölkerung ein Recht, aber auch für das Projekt selbst ist solch eine Analyse unabdingbar. Auf Grund des momentanen Kenntnisstandes ist jedoch eine genaue Aussage über die Höhe des Risikos nicht möglich. "Einig sind sich die Experten lediglich darüber, dass dieses Risiko sehr klein ist und aufgrund der bisherigen weltweiten Erfahrungen nicht mit Schäden zu rechnen ist," so Barbara Schneider weiter. Noch dieses Jahr  soll eine Aussage über das Risiko bei der Weiterführung des Projektes getroffen werden. Aber es muss auch der Bezug zu anderen Risiken bei der Eneregiegewinnung hergestellt werden, so wies Barbara Schneider darauf hin: "Energie, resp. Versorgungssicherheit ist nicht ohne Risiken zu haben ist: Wir leben in der Nähe eines veralteten Kernkraftwerks, und wir hätten im letzten Juni um ein Haar ein zweites Tschernobyl erlebt, als ein Atomkraftwerk in Forsmark, etwa 120 Kilometer nördlich von Stockholm, infolge einer Panne im schwedischen Stromnetz eine Zeit lang nicht mehr kontrollierbar war."

Zur möglichen, aber von vielen bezweifelten Fortsetzung des Projektes meint die Regierungsrätin, dass die Energieversorger hinter der Technologie stehen und nach sanfteren Methoden für die Stimulation gesucht wird. In Anbetracht der Gefahr eines großen natürlichen Bebens ist man in Basel froh, künftig über genaue Kenntnisse des geologischen Untergrundes zu verfügen.

Den vollständigen Wortlaut der Medienorientierung finden Sie hier. (ag)

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