Hamburger Emissionshaus kündigt Geothermiefonds an

14.01.2011 | Finanzierung
Geothermiebohrung in Bayern

Das Deneke Emissionshaus will einen Geothermiefonds auflegen, der im Gegensatz zu den bisherigen Angeboten erst nach erfolgreicher Bohrung einsteigt. Im Interview mit dem Magazin "Das Investment"erläutert Christoph Deneke das Konzept seines Fonds.

Der Fonds soll nicht als Publikumsfonds plaziert werden, sondern als Private Placement, mit dessen Hilfe ein Eigenkapital von 10 bis 15 Millionen Euro eingesammelt werden soll. Die Mindesteinstigessumme soll bei 200.000 Euro pro Anleger liegen. Bis Ende 2012 soll mit diesem Kapitel ein schlüsselfertiges Kraftwerk erworben werden soll.

Deneke legt wert auf Transparenz und Glaubwürdigkeit für die Anleger mit einem Sicherheitskonzept sowie mit einem standardisiertem Prospektgutachten und einer zusätzlich eingeschalteten externen Treuhandgesellschaft. Der Fonds steigt jedoch erst nach erfolgter erfolgreicher Bohrung ein.

Geplant wird mit etwa 70 Prozent Fremdkapital und rund 30 Prozent Eigenkapitalanteil. Für den Geothermie-Fonds sind begleitend zwei wissenschaftliche Institute miteingebunden, das Institut für Erneuerbare Energien und energieeffiziente Anlagen der HAW Hamburg und das Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU Darmstadt, die den Fonds in technischen Fragen beraten. Der TÜV soll den Bau des Kraftwerks überwachen.

"Die Bank übernimmt die gesamte Fremdkapitalseite: das reicht von der Bohrung, wenn dies der Projektierer wünscht, bis hin zur Kraftwerksfondsfinanzierung. Wir sind damit meines Wissens das einzige deutsche Projekt, das somit von der Exploration bis zum laufenden Betrieb eine Finanzierungszusage von einer Bank hat" so Deneke im Interview. Bis Ende Januar sollen die Grundsatzvereinbarungen ("term sheet") von der Bank vorliegen. Deneke rechnet ausserdem damit, dass aufgrund der politischen Förderung der Geothermie in Deutschland die Vergütung für geothermisch erzeugten Strom noch angehoben werden könnte.

Laut Deneke weisen Geothermie-Fonds bisher eine etwas problembehaftete Historie auf. So wird das Emissionshaus Green Energy gerade abgewickelt und auch bei König & Cie. und Sachsenfonds entwickelten sich die Projekte nicht wie geplant. (ed)

Hier das komplette Interview.

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