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Impulse für die Geothermie – Wärmenetze ausbauen

21. November 2019

Konkrete Handlungsempfehlungen für den Ausbau geothermisch versorgter Wärmenetze legten der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU), der Energieeffizienzverband AGFW, der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) und der Bundesverband Geothermie e.V. (BVG) in einem gemeinsamen Impulspapier vor.

1,2 Terrawattstunden (TWh) klimaneutrale Wärme erzeugen die 37 Geothermie-Anlagen in Deutschland jedes Jahr. Somit trägt die Tiefengeothermie bereits heute erheblich zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen und weiteren Luftschadstoffen bei. Doch das geothermische Potenzial ist weitaus größer und gerade im Wärmesektor ist nach wie vor eine deutliche Steigerung vonnöten, um die Klimaschutzziele zu erreichen.

Deshalb gehen der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU), der Energieeffizienzverband AGFW, der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) und der Bundesverband Geothermie e.V. (BVG) nun gemeinsam mit einem Impulspapier an die Öffentlichkeit und schlagen darin eine Reihe von Maßnahmen vor, wie der BVG in einer Presseerklärung mitteilte.

Deutliche Statements für eine echte Wärmewende
„Die Wissenschaft beziffert das technische Potenzial der Tiefengeothermie auf ca. 100 Terawattstunden pro Jahr. Das Potenzial steht allerdings im Missverhältnis zur tatsächlichen Wärmerzeugung auf Basis der Tiefengeothermie. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Wärmewende bedarf es daher deutlicher Impulse für die Tiefengeothermie. Sie wird zur CO2-Einsparung in der Energieversorgung gebraucht, insbesondere, da Deutschland zur Erreichung der Klimaziele noch einiges aufzuholen hat. Geothermie ist eine seit Jahrzehnten etablierte Technologie", hebt BEE-Präsidentin, Dr. Simone Peter hervor. „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem VKU, dem AGFW und dem BVG zielführende Vorschläge erarbeitet haben."

„Wenn der Kohleausstieg gelingen soll, müssen wir auch bei der Wärmeversorgung alle technischen Optionen voll ausschöpfen, um Emissionen zu mindern. Wärmenetze sind die Zentralheizung der Städte, die auch in Kombination mit Geothermie die Menschen mit grüner Fernwärme versorgen können. Um der Geothermie mehr Schub zu geben, brauchen wir einen Masterplan Geothermie", so der stellvertretende VKU-Hauptgeschäftsführer Michael Wübbels.

Werner Lutsch, Geschäftsführer des Energieeffizienzverbandes AGFW, betont die Bedeutung der Tiefengeothermie für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Wärmeversorgung in Deutschland. „Ohne einen flächendeckenden Einsatz von Fernwärme werden wir die Klimaziele der Bundesregierung nicht erreichen können. Tiefengeothermie kann hier einen wesentlichen Beitrag leisten, ihr Ausbau sollte daher stärker gefördert werden."

„Die konstruktive Zusammenarbeit der vier Verbände unterstreicht die Bedeutung der Tiefengeothermie für die Wärmewende. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass die aktuellen Rahmenbedingungen zugunsten der Attraktivität von Tiefengeothermie-Projekten weiterentwickelt werden", fasst Dr. Erwin Knapek, Präsident des BVG, zusammen.

Sieben Schlüsselmaßnahmen auf Bundesebene
In ihrem gemeinsamen Impulspapier schlagen die vier Verbände eine Reihe von Maßnahmen vor, um den Ausbau der geothermalen Fernwärmeversorgung zu forcieren.

Dazu gehört die Weiterentwicklung verschiedener Fördermaßnahmen (u.a. im KWKG, EEG sowie im MAP) sowie eine verbesserte Absicherung geothermischer Projekte in der Anfangsphase der Investition. Hierfür geeignet wäre ein Wärmetransformationsfonds, dessen Mittel u.a. zur Reduzierung des Fündigkeitsrisikos oder zur Durchführung seismischer Messkampagnen eingesetzt werden sollten. Darüber hinaus macht das Impulspapier konkrete Vorschläge zum systematischen bzw. strategischen Ausbau der Tiefengeothermie sowie zur Behebung von Informationsdefiziten.

Das Papier ist online abrufbar unter: https://www.vku.de/fileadmin/user_upload/Verbandsseite/Landingpages/Geothermie/Impulspapier_Geothermie_AGFW_VKU_BEE_BVG.pdf
  (kj)

Quelle: 

Bundesverband Geothermie e.V.

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