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Seismische Untersuchungen ergeben weitere Aufschlüsse über Schweriner Projekt

16. November 2016

Die thermalwasserführende Schicht im geplanten Geothermieprojekt in Schwerin kann in geringerer Tiefe angetroffen werden - dies bedeutet aber auch eine etwas geringere Temperatur.

Im Schweriner Stadtteil Lankow soll zukünftig das Heizwerk des Fernwärmenetzes mit geothermischer Wärme versorgt werden. In den letzten Monaten wurden seismische Messungen zur Erkundung des Untergrundes durchgeführt und ausgewertet. Jetzt berichtet das online-Portal der Schweriner Volkszeitung über erste Ergebnisse: Erfreulich aus Sicht der Stadtwerke Schwerin ist, dass die thermalwasserführende Schicht in geringeren Tiefen anzutreffen ist - dies bedingt aber leider auch, dass die Temperatur des Thermalwassers geringer ist. In Zahlen liegt die geplante Teufe bei ca. 1.185 Meter gegenüber 1.260 Metern der Machbarkeitsstudie. Es wird jetzt von einer um drei Grad geringeren Temperatur von 49,5 Grad Celsius ausgegangen, wie Projektleiter Rene Tilsen gegenüber SVZ.de verdeutlicht. Genaueres erfährt man jedoch erst nach dem Abschluss der Bohrungen.

„Die Geothermie-Anlage wird sich trotzdem definitiv rechnen“, sagt Stadtwerkegeschäftsführer Dr. Josef Wolf gegenüber SVZ.de. „Wir sind ohnehin nicht davon ausgegangen, dass wir 80 Grad heißes Wasser haben werden wie in München.“ Die Differenz von drei Grad soll durch die tiefere Abkühlung auf 17 Grad anstelle von 20 Grad Celsius kompensiert werden. Damit kann eine Wärmeleistung von 6,7 Megwatt thermisch erzielt werden.

Die Wirtschaftlichkeitskalkulationen beruhen auf einer Temperaturstabilität von 30 Jahren, wie Tilsen erklärt: „Danach rechnen wir mit einem Temperaturabfall von einem Grad.“ Zum Vergleich: die Geothermie-Anlage in Neustadt-Glewe zeigt schon seit mehr als 20 Jahren eine konstante Temperatur. Die Kosten für die Geothermie-Anlage sollen bei 14,8 Millionen Euro liegen. Etwa die Hälfte davon werden allein für die Bohrung nötig sein. „Die Fernwärmeversorgung in Schwerin soll dadurch aber nicht teurer werden“, sagt Josef Wolf. „Durch geringere Emissionen werden wir aber die Umweltbelastung reduzieren.“ (js)

Quelle: 

SVZ.de

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