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Unterschleißheim will geothermisches Potential besser ausschöpfen

24. Juli 2019

Die Geothermie Unterschleißheim (GTU AG) rüstet seine bisherige Energiezentrale mit einer Wärmepumpe auf. Die Stadt unterstützt das Vorhaben mit einer Bürgschaft.

Um das geothermische Potential besser ausschöpfen zu können übernimmt die Stadt Unterschleißheim für die Geothermie Unterschleißheim (GTU AG) eine zehn Millionen Euro schwere Bürgschaft.

Damit werden vom Stadtrat die Ausbaupläne der GTU AG unterstützt, die sich bisher wirtschaftlich sehr gut entwickelt. Eine Wärmepumpe, die die Rücklauftemperatur besser ausnutzt wird in der Energiezentrale der GTU AG installiert. Die verbesserte Ausnutzung der vorhandenen Energie trägt damit auch zusätzlich zum Klimaschutz der Stadt bei.

Finanzierung des Ausbaus

Durch die millionenschwere Bürgschaft der Stadt ist es der GTU AG möglich in den nächsten zwei Jahren ein KfW-Förderdarlehen sowie ein weiteres Bankdarlehen in Höhe von insgesamt 12,5 Millionen Euro aufzunehmen.

Eine Erweiterung der Energiezentrale wurde nötig. „Langsam, aber sicher kommen wir an unsere Liefergrenzen“ so Thomas Stockerl, der geschäftsführende Vorstand der GTU AG gegenüber dem Münchner Merkur. Da das Potential für einen weiteren Ausbau vorhanden ist appellierte er an den Stadtrat „Lassen Sie die GTU AG weiter voranschreiten“.

Nach den Aussagen Stockerls läuft die GTU AG wirtschaftlich sehr gut, seit 2014 schreibt sie Gewinne. Die Erträge sind zur Tilgung der Darlehen ausreichend. Zu dieser Beurteilung ist auch eine zusätzliche Wirtschaftlichkeitsprüfung gekommen. Darum liege auch kaum ein Risiko in der Übernahme der kommunalen Bürgschaft, so Stockerl weiter zum Münchner Merkur.

Die Erweiterungspläne

Anfang Juni wurden vom Aufsichtsrat Möglichkeiten zur Erweiterung der Anlage besprochen. Die Diskussion ergab, dass die derzeit sinnvollste Lösung die Installation einer Absorptionswärmepumpe zur besseren Ausnutzung der Rücklauftemperatur ist. Im Moment wird das Wasser, das mit etwa 80 °C die Oberfläche erreicht, mit 59 °C in die Erde zurück geführt. Mithilfe der Absorptionswärmepumpe soll das Wasser weiter heruntergekühlt werden und nur noch mit 48 °C zurückgepresst werden.

31 Prozent der Haushalte in Unterschleißheim sind an die Geothermie angeschlossen und werden damit versorgt. Die Energiezentrale liefert zur Zeit 39,39 MW, durch den Ausbau sollen weitere 13,8 MW hinzukommen.

Beginn des Ausbaus

Im Mai 2020 wird mit den einjährigen Bauarbeiten für die Erweiterung begonnen. Dafür erwirbt die GTU AG unmittelbar vor dem Bestandsgebäude ein etwa 153 Quadratmeter großes Grundstück. Geplant ist die Wärmepumpe 2021 in Betrieb zu nehmen. (ez)

Quelle: 

Münchner Merkur

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