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Wie wirkt sich ein CO2-Preis auf die tiefengeothermische Fernwärme aus?

1. Juli 2020

Ab dem 1.1.2021 kommt der CO2-Preis für fossile Brennstoffe in Deutschland. Was dies für die Preiskalkulation bei der Fernwärmeversorgung bedeutet und wie es sich insbesondere auf Geothermieanlagen auswirkt, erklärt Benjamin Richter von Rödl & Partner im Webinar Blickpunkt Geothermie am Freitag, den 3. Juli 2020 um 14 Uhr.

Zu Beginn des kommenden Jahres tritt das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) in Kraft. Für jede emittierte Tonne Kohlendioxid werden dann 25 Euro fällig, bis 2025 steigen die Kosten schrittweise auf 55 Euro. Für Fernwärmeversorgungsunternehmen mit fossilen Brennstoffen baut sich daher bis 2025 eine steil steigende Kostenbelastung auf, die bestehende Preisanpassungsmechanismen und Geschäftsmodelle in Frage stellt.

Auf die steuerähnliche Fixpreisbelastung aus der CO2-Zertifikatsbeschaffung in der Einführungsphase folgt ab 2026 das CO2-Handelsregime mit volatilen Preisen und staatlicher Angebotsverknappung. Hinzu kommen vielfältige Wechselwirkungen zum europäischen Emissionshandel und zu Entlastungsmechanismen. Eine betriebswirtschaftliche und rechtliche Erfassung der BEHG-Kosten ist daher schwierig, was dich auf die Preiskalkulation und -anpassung auswirkt.

Was für die fossilen Brennstoffe von Nachteil ist, wirkt sich förderlich auf die erneuerbaren Energien aus. Durch die neuen Marktbedingungen stehen regenerative und strombasierte Wärmesysteme deutlich besser da, so dass mit dem BEHG auch erhebliche Chancen für eine Dekarbonisierung der Erdgas- und Fernwärmewirtschaft verbunden sind. Dies bietet eine neue wirtschaftliche Grundlage für eine Vielzahl von Versorgungs- und Vertriebskonzepten, wie beispielsweise variable Anteile regenerativer Brennstoffe, Elektrokessel und Wärmepumpen, KWK-Ausschreibungen, Biomethan-Umstellungen, vollständig regenerative Wärmeprodukte und darunter natürlich die Tiefengeothermie.

Insofern gilt es, die betriebswirtschaftlichen Chancen und die rechtliche Umsetzbarkeit derartiger Konzepte zu prüfen und diese gegebenenfalls rechtzeitig zu realisieren. Benjamin Richter von der Beratungsgesellschaft Rödl & Partner wird im Webinar Blickpunkt Geothermie am 3. Juli um 14 Uhr die ersten Ergebnisse aus seiner Beratungspraxis zur Preiskalkulation, Preisanpassung und Dekarbonisierung der Wärmewirtschaft vorstellen. Im anschließenden Chat ist Raum für Fragen und Diskussion.

Die wichtigsten Themen:

– Hintergründe und Rahmenbedingungen des BEHGs
– Welche Kosten kommen auf Fernwärmeunternehmen zu?
– Vom Preis/Tonne CO2 zum Preis/kWh?
– Wie verändert sich der Markt für CO2-freie Produkte und Technologien?

Unter der Webinarseite des Informationsportals Tiefe Geothermie können Sie sich anmelden.

Webinare auf YouTube

Für diejenigen, die nicht am Webinar teilnehmen können oder Details nochmals nachhören möchten, gibt es eine Aufzeichnung auf unserem YouTube-Kanal, wo Sie auch alle bisherigen Enerchange-Webinare finden.

Seit dem 29. Mai wechseln sich englisch- und deutschsprachige Webinare wöchentlich ab. (kj)

Quelle: 

Enerchange

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