Das Geothermie-Großprojekt „Tiefenkraft“ von OMV und Energie Steiermark geht in die nächste Phase. Ziel ist es, bis 2037 rund 50 Prozent der Grazer Fernwärme aus Erdwärme zu decken.
Die seismischen Messungen des österreichischen Energie- und Chemiekonzerns OMV für das Geothermie-Projekt in Graz sind in weiten Teilen abgeschlossen. Parallel zu den Messarbeiten gab es jetzt auch eine wirtschaftliche Einigung für das Geothermie-Großprojekt in der Steiermark.
Der österreichische Energie- und Chemiekonzern OMV meldet den Start der seismischen Messungen für das Tiefengeothermie-Projekt in Graz. Die Messungen finden zum Großteil im oststeirischen Becken östlich von Graz statt und sollen bis in den April hinein andauern, um das Potenzial der Tiefengeothermie in dieser Region zu überprüfen.
Nach dem vorläufigen Projekt-Stopp im Herbst 2025 kommt jetzt überraschend viel Bewegung in das Geothermie-Projekt rund um Graz: Die OMV will schon im Februar die Vibrationsfahrzeuge zur seismischen Erkundung losschicken. Das ist die Basis für das 500-Millionen-Euro-Vorhaben, um bis 2030 gut die Hälfte des Grazer Fernwärmebedarfs zu decken.
Gibt es neue Hoffnung für das geplatzte Geothermie-Großprojekt in der österreichischen Steiermark? Laut der Stadt Graz ist die OMV wieder zu Gesprächen bereit, ein „wichtiges Zeitfenster“ tue sich auf, um die Chancen des Projekts weiter auszuloten. Bei der OMV betont man, dass derzeit Alternativen geprüft werden.
Große Aufregung um ein Leuchtturmprojekt der Tiefengeothermie in Österreich: Die OMV hat das erst im Sommer angekündigte Geothermie-Projekt „Tiefenkraft“ in der Steiermark gestoppt. Im Hintergrund wird heftig um die Fernwärmesparte der Grazer Stadtwerke gerungen.
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat der OMV Green Energy GmbH mit Sitz in Wien die drei Erlaubnisfelder Delmenhorst, Bremen-West und Bremen-Ost zur Aufsuchung von Erdwärme aus mehr als 400 Metern Tiefe zugeteilt.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Tiefenbohrungen ist die erste Tiefengeothermie-Anlage der österreichischen Hauptstadt Wien im Testbetrieb angekommen: Aus rund 3000 Metern Tiefe wurde jetzt erstmals das rund 100 Grad Celsius heiße Wasser an die Oberfläche gepumpt.