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Geothermische Energiepreise Bayern an Pullach und Sauerlach verliehen

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7 | 2018
Ein Highlight beim diesjährigen Praxisforum Geothermie.Bayern war die Verleihung des Geothermischen Energiepreises Bayern. Auszeichnungen erhielten die besten geothermischen Anlagen in den Kategorien Wärme und Strom. Zudem wurde der Christian-Hecht-Preis verliehen. Dieser ehrt junge Wissenschaftler für besondere Leistungen im Bereich angewandte Geothermieforschung. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Praxisforums am 17. Oktober im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München statt.

Bayern bietet hervorragende geologische Voraussetzungen, um die Tiefengeothermie wirtschaftlich nutzen zu können. Aktuell erzeugen bereits 22 geothermische Anlagen über 30 Megawatt elektrische und 300 Megawatt thermische Leistung – vier weitere sind im Bau. Welche dieser Anlagen besonders effizient arbeiten und die klimafreundliche Ressource aus der Tiefe auf beispielhafte Weise nutzen, wurde für den Geothermischen Energiepreis Bayern ermittelt. Auszeichnungen erhielten das beste geothermische Heizwerk sowie das leistungsfähigste Geothermiekraftwerk in Bayern rückwirkend für das Jahr 2017 – doch das wichtigste ist das sehr gute Zusammenspiel der Betreiber, um die Branche weiter voranzubringen. Dies betonte auch Dr. Sabine Volland in Ihrer Anmoderation der Preisverleihung: „Ich möchte Sie dazu einladen, dass jeder von Ihnen sich als Gewinner fühlt. „Sie alle stecken Ihre Energie in die Geothermie, weil Sie davon überzeugt sind. Es ist an der Zeit, Ihnen für Ihre langjährigen Mühen etwas zurückzugeben.“

Substanzieller Beitrag zur regenerativen Energieversorgung

„Die Ergebnisse sind beeindruckend“, so Dr. Jochen Schneider, Geschäftsführer von Enerchange, bei der Preisverleihung. „Wir haben bei den besten Wärmeprojekten 8.760 und bei dem besten Stromprojekt 8.584 Volllaststunden jährlich, das ist mehr als bei allen anderen Energieerzeugungsanlagen.“ In den geothermischen Wärmeanlagen wurde 2017 rund 900 Gigawattstunden Wärme erzeugt. Dies reicht, um mehr als 40.000 Haushalte zu versorgen und spart 225.000 Tonnen CO2 ein. Doch damit nicht genug: 136 Gigawattstunden heimischen und grundlastfähigen Strom erzeugten die fünf geothermischen Kraftwerke Bayerns 2017 und versorgten so knapp 45.000 Haushalte mit Energie. Sie sparten dabei 70.000 Tonnen klimaschädlicher Emissionen ein.

Sauerlach ist Goldenes Kraftwerk 2017

In der Kategorie Strom konnte das 2014 in Betrieb gegangene Geothermiekraftwerk Sauerlach der Stadtwerke München überzeugen, unter anderem in der produzierten Strommenge und den Volllaststunden. „Sauerlach verfügt über ein gutes Konzept, eine gute Erschließung und eine gute Planung“, so Jörg Uhde, Geschäftsführer der Pfalzwerke geofuture GmbH in seiner Laudatio. „Aus einem guten Projekt wird dann ein hervorragendes durch einen professionellen Betrieb.“ Für die SWM nahm Franz Barenth die Auszeichnung entgegen. „Ich kann den Dank für den Preis nur weitergeben an unsere Betriebsmannschaft“, holte er seine Kollegen und Kolleginnen mit ins Boot. „In diesem Preis sehe ich auch die Bestätigung für die sehr gute Arbeit der gesamten Tiefengeothermiebranche.“

Pullach ist Goldenes Heizwerk 2017

Auch in der Kategorie Wärme wurde die beste Anlagen im Jahr 2017 geehrt. Bewertet wurden die erzeugten Wärmemenge und die Performance. „Mit Pullach zeichnen wir einen Pionier in der geothermalen Wärmewende aus“, würdigte Jörg Uhde die Leistung. „Pullach zeigt, dass kommunales Unternehmertum erfolgreich sein und dass das Gold, das unter unseren Füßen liegt, zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger gehoben werden kann.“ Helmut Mangold, Geschäftsführer der Innovativen Energie Pullach dankte seinen Mitstreitern und Mitstreiterinnen im Team und im Umfeld der Gemeinde: „Ohne mutige Leute wie Euch wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.“

Christian-Hecht-Preis ehrt Nachwuchswissenschaftler

Erstmalig wurde dieses Jahr der Christian-Hecht-Preis verliehen, der Nachwuchswissenschaftler im Bereich angewandte Geothermie-Praxis auszeichnet. Gesucht und gefunden hat eine fünfköpfige Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft die beste angewandte nachwuchswissenschaftliche Arbeit zur tiefen Geothermie im bayerischen Molassebecken. Elena Mraz bekam die Auszeichnung für ihre Arbeit zur Reservoircharakterisierung, um Explorationskonzepte im oberen Jura des südlichen bayerischen Molassebeckens zu verbessern, die sie im Anschluss an die Preisvergabe anschaulich vorstellte.

Eingebettet waren die Preisverleihungen in das Praxisforum Geothermie.Bayern 2018, das vom 16. bis zum 18. Oktober im Haus der Bayerischen Wirtschaft stattfand. Über 230 Besucherinnen und Besuchern aus Wirtschaft und Wissenschaft bot die Veranstaltung Vorträge und Workshops zu neuesten technischen Entwicklungen und praktischen Erfahrungen sowie Gelegenheit zum Austausch auf hohem Niveau. Im kommenden Jahr findet das Praxisforum Geothermie.Bayern vom 7. bis 9. Oktober 2019 wieder in München statt. Anmeldungen mit einem Rabatt von 30 Prozent sind ab jetzt möglich.

(js)
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