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Bundesumweltministerium lässt geothermische Grundlagenforschung im Ortenaukreis durchführen

5. Dezember 2007

Das Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben Hannover (GGA-Institut) hat im Oktober und November in Schutterwald und Neuried reflexionsseismische Messungen durchgeführt.

Dr. Patrick Musmann vom GGA-Institut führte zwei Wochen lang im Schutterwälder Wald und am Kieswerk Uhl in Neuried, unweit des Erdwärme-Biogas-Hybridkraftwerks P-Wellen-Seismik durch. Mit dem vom GGA-Institut entwickelten „P-Wellen-Kleinvibrator“ wurden entlang von etwa 500 Meter langen Messlinien seismische Impulse generiert und mit Geophonen erfasst. Die dabei verwendeten Frequenzen verursachen keine wahrnehmbaren Erschütterungen.
Im Frühjahr 2008 wird das GGA-Institut erneut in den Ortenaukreis gehen, um 2D-S-Wellen Seismik durchzuführen. Diese ergänzende Methodik ist hochauflösender als P-Wellen-Seismik und spricht andere Gesteinsparameter im Untergrund an.
Die Ergebnisse der Studie, die vor allem die Grundwasserwegsamkeiten in Verwerfungszonen im Blick hat, liegen laut Dr. Musmann Mitte nächsten Jahres vor.

Die 2D-P-Wellen Seismik in den Ortenauer Kommunen Schutterwald und Neuried ist ein Teilprojekt eines vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanzierten Forschungsvorhaben. Das Großprojekt „Der Einsatz von 3D-Seismik zur Reduzierung des Fündigkeitsrisikos bei Geothermieprojekten“ generiert, sammelt und wertet Seismik-Daten von allen drei wichtigen Geothermiegebieten Deutschlands (Oberrheingraben, Norddeutsches Becken und Süddeutsche Molasse) aus. Es läuft seit Herbst 2006 und soll nach Abschluss in zwei Jahren einen wichtigen Beitag zur fortschreitenden geothermischen Energieversorgung in Deutschland leisten. (ag)

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