Celle: Machbarkeitsstudie zur Tiefen Geothermie vereinbart

09.12.2015 | Vorerkundung | Sabine Volland
Geothermiebohrung in Bayern

Die Stadt Celle und neun weitere Projektpartner unterzeichneten diese Woche eine Vereinbarung zur tiefengeothermischen Machbarkeitsstudie.

Sie soll Aufschluss geben, ob die Versorgung des Celler Stadtteils Heese mit tiefengeothermischer Heizwärme möglich sein wird. Verantwortlich für die Umsetzung des Projekts ist der Verein GeoEnergy Celle. Für Wolfang Genannt, Vorstandsmitglied von GeoEnergy Celle, wäre die erfolgreiche Umsetzung ein Meilenstein, der das große Potenzial dieser Technologie unterstreichen würde. In einer Bohrtiefe von rund 2.700 Metern wird heißes Tiefengrundwasser zur geothermischen Energieversorgung vermutet. Genannt betont die positiven Umweltaspekte durch eine geothermische Wärmeerschließung. Auch das Potenzial zur Stromerzeugung würde mitgeprüft, sagte Genannt der Celler Presse.

Der Celler Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende ist sicher, dass die Machbarkeitsstudie dem Projekt eine Umsetzbarkeit bescheinigt. Die Versorgung eines Wohngebietes mit Heizwärme aus Tiefer Geothermie wäre bundesweit ein Vorzeigeprojekt, so Mende in der Celler Presse. Neben dem wichtigen städtebaulichen Impuls sieht Mende auch die Festigung der Region Celle als Zentrum für Tiefe Geothermie in der norddeutschen Tiefebene. 250.000 Euro investieren Stadt und Projektpartner in die tiefengeothermische Machbarkeitsstudie. Die Erschließung des Projekts hätte ein Investitionsvolumen von geschätzten 40 Millionen Euro, für die nach positivem Studienergebnis Investoren und Partner gefunden werden müssten.

Quelle:

Celler Presse