In der Toskana geht erstes integriertes Bioenergie- und Geothermiekraftwerk in Betrieb

05.08.2015 | Jochen Schneider
Standardbild News Tiefe Geothermie

Der italienische Energieversorgung Enel hat an seinem größten Geothermiestandort in Italien das erste Kraftwerk in Betrieb genommen, das eine 5 MW-Bioenergie-Anlage, in die Energieerzeugung aus geothermischem Dampf integriert.

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Das erste Kraftwerk seiner Art wird frische Biomasse aus einem Umkreis von 70 Kilometern nutzen, um die Temperaturen des Cornia-Kraftwerks in Castelnuovo Val die Cecina zu erhöhen. Das Cornia-Kraftwerk hat eine Leistung von 13 Megawatt und wird mit geothermischem Dampf, der um die 150 Grad Celsius heiß ist, betrieben. Mit dem Biomassekraftwerk soll die Temperatur auf über 370 Grad Celsius angehoben werden. Dies steigert die Energieausbeute auf 37 Gigawattstunden pro Jahr. Neben enormen CO2-Einsparungen werden auch 30 bis 40 Arbeitsplätze geschaffen.

In einer Pressemeldung zum Baugebinn des Biomassekraftwerkes im vergangenen November betonte der CEO von Enel Green Power, Francesco Venturini: "Hybrid-Technologien sind der nächste Schritt für Erneuerbare Energien, um die Leistung der Kraftwerke zu verbessern. Diese Anlage bietet einen innovativen Ansatz, der Biomasse und Geothermie kombiniert und wird damit zu einem reproduzierbaren Modell, das neue Perspektiven für die Entwicklung von Energie, Wirtschaft und Beschäftigung in Kommunen eröffnet."

Enel Green Power setzt mit diesem Projekt weiter auf die Nutzung der Hybridtechnologie, unter anderem ist auch in Nevada das Stillwater-Solar-Geothermie-Hybridkraftwerk in Bau.