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Erster Geothermie-Fernwärmeverbund in Bayern gestartet

17. April 2013

Die Geothermiekraftwerke Laufzorn und Unterhaching gründen den ersten Geothermie-Fernwärmeverbund in Bayern. Beide Partner profitieren nun von optimalen Nutzungsmöglichkeiten – mit Signalwirkung für die Branche.

Sechs Monate hat die Verlegung der Fernwärmeleitungen durch die südlichen Waldgebiete des Münchner Umlandes gedauert, die nun die beiden Geothermie-Kraftwerke miteinander verbindet. Eine bisher einzigartige Kooperationsvereinbarung ermöglicht den Partnern, zukünftig den Fernwärmeüberschuss aus beiden Kraftwerken gegenseitig zu nutzen, um beide Anlagen möglichst effizient auszulasten, erklärten die Geschäftsführer Wolfgang Geisinger, Geothermie Unterhaching GmbH und Andreas Lederle, Erdwärme Grünwald GmbH. Eine Situation, von der beide Partner in hohem Maße profitieren. Für Unterhaching bedeutet dies die Möglichkeit einer höheren Stromproduktion, da bei Bedarf auf den Fernwärmeüberschuss aus Laufzorn zurückgegriffen werden kann. Gleichzeitig kann Laufzorn in Zeiten eines Anlagenstillstandes durch technische Arbeiten auf die Fernwärmeproduktion aus Unterhaching ausweichen. Da beide Partner auch noch bei dem gleichen Pumpenhersteller produzieren lassen, entstünde hier über den gemeinsamen Erfahrungsaustausch zusätzlich die Möglichkeit eines technischen Entwicklungsfortschritts auf dem eng umgrenzten Markt.

Mit dem ersten geothermischen Fernwärme-Verbundprojekt in Bayern haben Laufzorn und Unterhaching ein Signal an die Betreibergemeinde gesetzt. Die gemeinschaftliche Nutzung von bestehenden und benachbarten Anlagen könnte positive wirtschaftliche Effekte für viele Projektbetreiber und Gemeinden mit sich bringen. Ein Beispiel, was in Zukunft Schule machen könnte. (sv)

Quelle: 

Merkur-online

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