Forschung in Grimsel soll Geothermienutzung der Schweiz erhöhen

08.09.2016 | Forschung, Internationale Projekte | Jochen Schneider
Geothermiebohrung in Bayern

Im Felslabor Grimsel arbeiten Forscher der ETH Zürich an einem besseren Verständis der Wasser-Gesteins-Wechselwirkungen, um zukünftige Geothermieprojekte in der Schweiz abzusichern.

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Wie das Schweizer Fernsehen SRF berichtet setzt die Schweiz nach dem Ausstieg aus der Atomkraft auf einen regenerativen Energiemix und will zukünftig fünf bis zehn Prozent des Strombedarfs auch aus Geothermie gewinnen. Nach den Misserfolgen von Basel und St. Gallen soll jedoch erst einmal ein Forschungsprojekt im Felslabor Grimsel zeigen, wie das Gestein beim Durchfließen reagiert. Dafür investiert die Schweiz knapp vier Millionen Schweizer Franken. Das Kernstück des Projektes sind 12 Bohrlöcher, die jeweils mit einer Kamera bestückt sind, um die Struktur des Gesteins erkennen zu können. Damit will die Forschergruppe der ETH Zürich beim Durchströmen des Gesteins die entstehenden Bewegungen beobachten und möglichst minimieren. Der Leiter des Forschungsprojektes Peter Amann sagte dazu gegenüber den Schweizer Fernsehen: "Das Ziel ist jetzt, diese so klein wie möglich zu halten, dass man sie an die Oberfläche nicht spürt."

Quelle:

SRF

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