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Geothermie als Nachfolger für das Großkraftwerk Mannheim?

2. März 2020

Seit der politischen Entscheidung für den Kohleausstieg versucht das Energieunternehmen MVV die Wärmeerzeugung schrittweise auf erneuerbare Energien umzustellen. Doch welche Alternativen gibt es für das Steinkohlkraftwerk in Mannheim?

Aufgrund der geothermischen Anomalie, das bedeutet höhere Temperaturen in geringeren Tiefen, bietet der Oberrheingraben ideale Voraussetzungen für die Nutzung der hydrothermalen Geothermie. Die Wärme aus tieferen Erdschichten soll das Großkraftwerk Mannheim (GKM) bis zum Kohleausstieg 2033 ablösen, welches zurzeit circa 165.000 Haushälte in der Rhein-Neckar-Region versorgt. Um dieses Ziel zu erreichen, bewirbt sich das Energieunternehmen derzeit um eine Aufsuchungserlaubnis im Großraum südlich von Mannheim. Des Weiteren wollen sie die regionale Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Heidelberg und den Technischen Werken Ludwigshafen in der Zukunt vertiefen.

Laut dem MVV-Chef Georg Müller suchen sie nicht gezielt "nach einer Lösung, sondern nach einem Mix von Maßnahmen". Deswegen haben sie schon die thermische Abfallwertung auf der Friesenheimer Insel angebunden, welche 30 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs deckt. Bis 2024 soll auf der Friesenheimer Insel ein Biomassekraftwerk angeschlossen werden. Dadurch können weitere 10 Prozent des jährlichen Energiebedarfs gedeckt werden. Ausserdem steht die verstärkte Nutzung von industrieller Erdwärme und der Einsatz von Flusswärmepumpen zur Debatte.

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