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Lokale Erdwärmenutzung soll Stromnetze entlasten

20. August 2018

Um eine konstante Stromversorgung zu gewährleisten soll der Ausbau der Stromnetze beschleunigt und die dezentrale Stromproduktion vorangetrieben werden. Hierzu bieten geothermische Kraftwerke die optimalen Voraussetzungen beim Bemühen die gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen.

Der von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und der Bundesnetzagentur letzte Woche vorgestellte Aktionsplan sieht vor, den Ausbau der Stromnetze in Deutschland zu beschleunigen. Um eine konstante Stromerzeugung zu gewährleisten ist es daneben jedoch genauso wichtig, den Ausbau dezentraler Stromproduktion voranzutreiben.

Ein deutlicher Unterschied zwischen stromverbrauchenden und stromerzeugenden Gebieten in Deutschland ist bereits heute mit Blick auf das Jahr 2030 vorherzusehen, berichtet die Celler Presse. Während im Norden Deutschlands, vor allem durch Windkraftanlagen viel Strom produziert wird, zeigt sich die Lage im Süden des Landes problematisch. Obwohl im Süden viele energieintensive Unternehmen ansässig sind, wird bedeutend weniger Strom produziert.

Der Ausbau der Stromtrassen von Norden nach Süden geht nur langsam vorwärts. Hinzu kommen Probleme wie etwa die Akzeptanz durch die Bevölkerung oder hohe Kosten die durch den Netzausbau entstehen. Daher erscheint eine dezentrale Stromproduktion umso wichtiger.

Bei einem Vergleich der regionalen Erzeugungs- und Verbrauchsbilanz der Regionen, die für die hydrothermale Erdwärmenutzung geeignet sind, fällt auf, dass das größte Potential der tiefen Geothermie genau in den Regionen Deutschlands liegt, in der die geringste Stromerzeugung zu verzeichnen ist. Als planbare und CO2-freie Energieform kann die tiefe Geothermie regional und dezentral Strom und Wärme erzeugen, die Versorgungslücken schließen, den Netzausbau entlasten und einen wesentlichen Beitrag leisten um die Klimaschutzziele zu erreichen. Um Netzkosten zu sparen und das gesamte Land ortsnah mit Strom aus Erneuerbaren Energien zu versorgen ist ein weiterer Ausbau der tiefen Geothermie dringend nötig.

Damit die Geothermie ihr volles Potential entfalten kann sind jedoch dringend Reformmaßnahmen nötig. So könnten zum Beispiel die hohen Investitionskosten zu Beginn eines tiefengeothermischen Stromprojektes durch MAP-Ausfallbürgschaften und Direktzuschüssen amortisiert werden, schlägt Dr. Erwin Knapek, Leiter des Bundesverbandes Geothermie vor. Die tiefe Geothermie stellt eine hervorragende Möglichkeit dar Strom- und Wärmeproduktion zu verknüpfen. Eine Grundlage auf die verlässlich aufgebaut werden kann wird ihr jedoch durch eine fünf-prozentige Degression ab 2021 entzogen. Durch eine Anpassung der Rahmenbedingungen wäre der Ausbau einer geothermischen Stromversorgung möglich, dies würde die Stromnetze erheblich entlasten. (ez)

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