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Moderne Erkundungsmethoden auf der I-GET Abschlusskonferenz vorgestellt

3. März 2009

In Potsdam fand in der vergangenen Woche die Abschlusskonferenz des EU-Projektes I-GET (Integrated Geophysical Exploration Technologies for deep fractured geothermal systems) statt. Ziel dieses EU-Projektes, an dem sieben europäische Nationen beteiligt sind, ist die Entwicklung innovativer geophysikalischer Strategien zur Erkundung von geeigneten Standorten für eine geothermische Nutzung.

„Die neuen Methoden sind wichtige Entscheidungshilfen für die Standortwahl zukünftiger Geothermieprojekte. Wir können damit das Risiko teurer Fehlbohrungen erheblich senken“, erklärt Dr. Ernst Huenges, Leiter der Geothermieforschung am Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam. Diese Methodik integriert die im Labor gemessenen gesteinsphysikalischen und geomagnetischen Eigenschaften der Gesteine und die Ergebnisse seismischer und magnetotellurischer Untersuchungen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Erkennung von permeablen Bereichen und flüssigkeitstragenden Störungszonen im Untergrund.

Die neuen Ansätze wurden an vier europäischen Geothermiestandorten mit unterschiedlichen geologischen und thermodynamischen Rahmenbedingungen getestet: an zwei Hochtemperatur-Lagerstätten im metamorphen Gestein in Travale/ Italien und im vulkanischen Gestein in Hengill/ Island sowie an zwei Lagerstätten mittlerer Temperatur in tiefen Sedimentgesteinen in Groß Schönebeck/ Deutschland und Skierniewice/ Polen.

Ein Ergebnis des Projekts ist die Lokalisierung von Erdwärmelagerstätten in Travale/ Italien, die ein mit 1000 Windkraftanlagen vergleichbares Potential birgt. Weltweit stoßen die Forschungsergebnisse auf großes Interesse. (ag)

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