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Polens geothermisches Potential

18. März 2019

Dr. Marek Kazmierczak, Präsident des Vereins Sustainable Development - Geothermal Energy sieht für Polen ein großes geothermisches Potential.

“Perspektiven der Entwicklung geothermischer Energie“ war eines der Themen bei dem Treffen des parlamentarischen Teams der Krupinsiki Mine das vor einer Woche abgehalten wurde.

Das Team beschäftigt sich mit den natürlichen Ressourcen Polens um die Möglichkeiten einer effektiven Energienutzung auszuloten und das Land im Energiesektor möglichst unabhängig zu machen. ThinkGeoEnergy berichtet, dass nach Ansicht des Teamleiters Jacek Wilk Polen seine natürlichen Ressourcen noch nicht ausreichend nutzt. Vor allem geothermische Energie sieht er als ein Gebiet, das derzeit nicht effektiv genutzt wird.

Geothermisches Potential im Vergleich zum nationalen Energieverbrauch über 120 Mal größer

Dr. Marek Kazmierczak stellte während des Treffens Daten vor, die zeigen, dass das geothermische Potential bis 3.000 Meter Tiefe den nationalen Energieverbrauch um mehr als 120 Mal übersteigt. Dies illustriert den Rahmen, in dem erneuerbare Energien genutzt werden könnten. Wasser ist in vielen Regionen Polens vorhanden, vor allem in dem Bereich von Szczecin nach Rzeszów, der das Land als diagonaler Gürtel durchzieht. Um das Potential zu heben sind nach Dr. Kazmierczaks Meinung Bohrungen mit Tiefen zwischen 3.000 bis 4.000 Meter nötig.

„Das Wasser hat in diesen Tiefen Temperaturen über 100 Grad Celsius, zum Teil sogar 120 bis 140 Grad Celsius“, so wird Dr. Kazmierczak auf thinkgeoenergy.com zitiert. Die Energie ist nicht nur in heißem Wasser gespeichert, sondern auch im Tiefengestein in Tiefen von 5.000 bis 6.000 Metern. Die Kosten einer 5.000 Meter tiefen Bohrung schätzt er auf PLN 30 Millionen geschätzt, das entspricht umgerechnet knapp 7 Millionen Euro.

Mögliche Standorte und Rentabilität

Unter anderem wurden Kalisz, Konin, Kolo und Sieradz als gute Standorte für geothermische Bohrungen genannt. Die Experten schätzen, dass insgesamt mindestens zwei bis vier Gigawatt elektrischer Strom produziert werden können. Aus Sicht von Dr. Kazmierczak rentieren sich die Investitionen, wenn zudem ganzjährig die geförderte Energie auch in Form von Wärme genutzt wird, sei es für das Heizen im Winter oder zur Klimatisierung im Sommer ebenso wie zur Herstellung von landwirtschaftlichen Produkten. (ez)

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