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Stadtwerke Waldkraiburg im persönlichen Bürgerkontakt

23. August 2010

Die Stadtwerke Waldkraiburg sucht den direkten Kontakt zu den Anwohnern der Geothermie-Baustelle, um sich deren Sorgen rund um das Geothermie-Projekt an zu nehmen.

Persönlich geht der Chef der Stadtwerke, Norbert Weigl mit seiner Mitarbeiterin Barbara Ottner, im Zwei-Wochen-Rhythmus von Haus zu Haus. Nach einer schriftlicher Ankündigung besuchen sie Anwohner der Bohrstelle in Waldkraiburg.

"Sagen Sie uns doch bitte, wenn etwas ist, damit wir es dann abstellen können", so Weigl zu einer Familie, die aber betont, dass sie bisher nicht beeinträchtigt sei von den Arbeiten am Bohrplatz. Interessierten erklärt Norbert Weigl von seinen täglichen Baustellenbesprechungen und den Fortschritten auf dem Bohrplatz.

Nicht alle Anwohner sind interessiert und verständnisvoll. Damit kein Unmut unter denen aufkommt, die sich gestört fühlen, sucht Weigl immer wieder das Gespräch und bietet die Begegnung im Infocontainer an. Samstags von 9 bis 12 Uhr können sich alle Bürger dort informieren und auch alle Anwohner haben die Telefonnummer der Störungshotline.

Anfang August wurde der Betrieb der Bohrung durch die Firma Daldrup & Söhne GmbH aufgenommen. Die aktuelle Bohrtiefe liegt bei ca. 1000 Meter. In etwa 2600 Meter Tiefe wird in Waldkraiburg 105 Grad heißes Thermalwasser erwartet, das sich in der so genannten "Mühldorfer Störung" befindet. Auf dem rund 90 Quadratkilometer großen Claim Waldkraiburg werden die Bohrungen Richtung Pürten und Föhrenwinkel abgeteuft. An der Oberfläche liegen die Bohrlöcher sieben Meter auseinander, in der Endteufe werden es zwei Kilometer sein. Durch die gekrümmte Bohrstrecke wird ein 3600 Meter langes Bohrloch entstehen.

Der Geologe Johann Goldbrunner geht von einer Schüttung von 80 Liter Wasser pro Sekunde aus, dies entspricht einer geothermischen Wärmeleistung von 13,5 Megawatt. Die Bohrungen soll  nach 120 Tagen abgeschlossen sein. Nach Installation der Wärmetauscher-Energiezentrale geht die Wärme des Thermalwassers über Wärmetauscher in die Fernwärmerohre zu den Wärmeübergabestationen der Hausanschlüsse.

In Waldkraiburg werden in den ersten 20 Jahren der geothermischen Nutzung rund 300.000 Tonnen CO2 vermieden.

Quelle: www.ovb-online.de, www.innsalzach24.de (va)

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