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Was steckt im Klimapaket für die Geothermie?

1. Oktober 2019

Auf dem Praxisforum Geothermie.Bayern werden Maßnahmen aus dem Klimapaket der Bundesregierung analysiert.

Hoch waren die Erwartungen an das Klimapaket vom 20. September – sollte es doch die Einhaltung der Klimaschutzziele 2030 ermöglichen. Zudem schien das gesellschaftliche Klima äußerst günstig für die Umsetzung auch durchgreifender Klimaschutzmaßnahmen.

Nun kritisieren Klimaschützer und Energieexpertinnen bundesweit die Ergebnisse. Prof. Dr. Volker Quaschning von der HTW Berlin erklärt in einem Video, dass ihm angesichts des Klimaschutzpakets richtiggehend übel geworden sei und warum sich die Klimakrise mit diesem Paket nicht einmal ansatzweise stoppen lasse.

dena-Studie analysiert gesetzgeberische Erfordernisse.
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat mit Unterstützung der Energie- und Infrastrukturkanzlei Becker Büttner Held (bbh) eine Analyse der Eckpunkte zum Klimapaket erarbeitet. Die Studie erläutert für alle 66 Maßnahmen des Klimapakets, welche Gesetze, Verordnungen und Normen geändert werden müssen.

Wichtig sei es nun, die Aufgaben unverzüglich anzugehen und die dafür nötigen Abstimmungsprozesse auf den Weg zu bringen, wie die dena in einer Pressemeldung mitteilt. „Dabei können einige Maßnahmen sicherlich noch stärker an die ambitionierten Klimaziele für das Jahr 2030 und darüber hinaus angepasst werden“, äußert Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung.

Matthias Albrecht von bbh, deren Fachleute die Studie im Auftrag der dena erstellt haben, wird beim Praxisforum Geothermie.Bayern am 8. Oktober in München über die Bedeutung des Klimapakets für die Geothermie referieren. Auch wenn die Geothermie an sich nicht erwähnt wird, haben doch einige Maßnahmen, wie etwa die CO2-Bepreisung und die Regelungen zur Kraft-Wärme-Kopplung Einfluss auf sie.

SWM: Jetzt die Weichen stellen für die Geothermie!
Auf Enerchange-Anfrage konstatiert Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung: „Die SWM begrüßen die Bemühungen der Bundesregierung, beim Klimaschutz voranzukommen. Insgesamt gehen sie in die richtige Richtung, auch wenn sie an einigen Stellen durchaus mehr Mut hätten beweisen können.“

Die SWM sind einer der Vorreiter bei der Tiefen Geothermie. Sie betreiben aktuell fünf Geothermieanlagen in München und in der Region und bauen am Heizkraftwerk Süd ihre sechste Anlage, die weitere 80.000 Menschen mit geothermaler Fernwärme versorgen soll. Folgerichtig kritisiert Bieberbach, dass die Geothermie im Klimaschutzpaket mit keinem Wort erwähnt werden, obwohl die richtigen Weichenstellungen für die Geothermie ein so wichtiger Baustein bei der Dekarbonisierung seien.

Dr. Herbert Koschel von den SWM wird gemeinsam mit Harald Rapp vom Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK (AGFW) über „Grüne Fernwärmenetze – Der Weg zur Wärmewende!“ referieren. Die beiden Praktiker erläutern aus technisch-wirtschaftlicher Sicht, wie die Wärmewende mit Hilfe der Geothermie in Groß-, Mittel- und Kleinstädten umgesetzt werden kann.

Offizieller Anmeldeschluss für das Praxisforum Geothermie.Bayern ist heute. Nutzen Sie die letzte Chance! Anmeldeformular, Programm und weitere Infos finden Sie auf www.praxisforum-geothermie.bayern. (kj)

Quelle: 

dena, SWM, Enerchange, Quaschning

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