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3D-Seismik im Südosten von München startet Anfang Februar

28. Januar 2020

Mit einem Untersuchungsgebiet von 177 Quadratkilometer soll der Anschluss zu den Ergebnissen der 3D-seismischen Messungen von 2018 in München hergestellt werden. Ziel ist eine bessere Nutzung der CO2-freien geothermischen Energie im Großraum München. Besichtigungen der Messfahrzeug am 1. Februar möglich.

Die Stadtwerke München (SWM) starten zum Jahresbeginn 2020 ein weiteres seismisches Erkundungsprogramm, dieses Mal südöstlich von München. Ziel des Projekts ist, das Potenzial der tiefen Geothermie im Unergrund zu ermitteln. Damit sollen die bestehenden Anlagen in der Region noch effizienter betrieben werden. Außerdem liefert die Erkundung wichtige Daten für den Ausbau klimafreundlicher Fernwärme in der Region.

Geothermische Fernwärmeversorgung im Großraum München erweitern

Die drei Geothermieanlagen der SWM in Kirchstockach, Dürrnhaar und  Sauerlach sollen künftig Energie in das Fernwärmenetz in München, Ottobrunn und Taufkirchen einspeisen. Hiervon könnten auch die angrenzenden Gemeinden profitieren. Im Raum München sind die geologischen Voraussetzungen für die Nutzung der Erdwärme so gut wie in kaum einer anderen Region Deutschlands.

Computer errechnen aus Schallwellen das Untergrundmodell

Für die seismischen Untersuchungen werden Lkw-große Vibro-Fahrzeuge von Anfang Februar bis maximal Ende März 2020 im Untersuchungsgebiet unterwegs sein. Diese senden Schallwellen in den Untergrund, die im Grenzbereich verschiedener Gesteinsschichten in unterschiedlichen Tiefenlagen reflektiert werden. Die an die Oberfläche zurückkehrenden Schallwellen werden von hochempfindlichen Erdmikrophonen, sogenannten Geophonen aufgezeichnet und an einen zentralen Computer weitergeleitet. Mit spezieller Software lässt sich aus diesen Daten u.a. ein dreidimensionales Bild der thermalwasserführenden Gesteinsformation in mehreren tausend Metern Tiefe erstellen. Dieses 3D-Modell bildet die Basis für die Entscheidung, ob, wo und wie sich die umweltfreundliche Geothermie weiter erschließen lässt.

Gemeinden im Untersuchungsgebiet

Das Untersuchungsgebiet liegt südöstlich von München und umfasst rund 177 Quadratkilometer. Die Fahrzeuge des Messdiesntleistersw DMT werden engmaschige Messungen in den Gemeinden Ottobrunn, Hohenbrunn, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Brunnthal, Sauerlach sowie in Teilen von Egmating, Aying, Otterfing, Taufkirchen, Neubiberg, Unterhaching, Putzbrunn und Grasbrunn durchführen. Oberhaching und Grünwald werden jeweils mit nur einer zusätzlichen Messlinie erfasst. Damit wird der Anschluss zu den Ergebnissen der seismischen Messungen von 2018 hergestellt.

Bürgerinformation am 1. Februar

Am Samstag, 1. Februar, informieren die Stadtwerke München (SWM) in Brunnthal über das anstehende seismische Erkundungsprogramm in den Gemeinden südöstlich von München: Von 10 bis 15 Uhr stehen in der Hofoldin-ger Straße gegenüber dem Rathaus Fachleute an einem Infostand für alle Fragen der Bürgerinnen und Bürger bereit. Ein Vibro-Truck steht zur Besichtigung vor Ort. (js)

Quelle: 

Pressemeldung SWM

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